ESPADU - Energie sparen an Duisburger Schulen

Allein Wasser und Energie kosten für alle Schulen in Duisburg jährlich 8 Millionen Euro. Wer dort spart, hat nicht nur mehr Geld zur Verfügung, sondern schützt das Klima und den Wasserhaushalt. 99 Duisburger Schulen beweisen seit 2002 im Rahmen des ESPADU Projektes, dass Ökologie im Alltag vor allem eines ist: Ökonomisch.
Eine Erfolgsbilanz in der Zeit 2003 bis 2008: Pilotprojekte haben gezeigt, dass die Nutzer durch ein verbrauchsbewusstes Verhalten bis zu 15 % der Kosten einsparen können.
Eine Erfolgsbilanz in der Zeit 2003 bis 2008: Pilotprojekte haben gezeigt, dass die Nutzer durch ein verbrauchsbewusstes Verhalten bis zu 15 % der Kosten einsparen können.


ESPADU Ziele

Prämienverteilung 2008Großbildansicht
Prämienverteilung 2008

Mit diesem Projekt werden die Grundlagen für das nutzerbedingte Energiesparen an den beteiligten Schulen geschaffen. Alle Nutzer der Schulen, die SchülerInnen, LehrerInnen und HausmeisterInnen, ebenso wie nach und nach auch die Fremdnutzer (Sportvereine etc.), lernen gemeinsam im Laufe des Projektes, wie sie durch eigenes, verändertes Handeln den Strom- und Wärmeverbrauch (und auch den Wasserverbrauch) spürbar vermindern können.

Damit verbunden ist das langfristige Ziel, alle Beteiligten zu einem dauerhaft energiesparenden Verhalten zu motivieren. Schließlich dient das Projekt der Haushaltskonsolidierung der Stadt Duisburg, da dauerhaft an den Energiekosten gespart wird. Demzufolge werden folgende Ziele angestrebt:

  • Einsparung von Energie- und Wasserkosten an Duisburger Schulen
  • Verbesserung des Lernerfolgs durch anschauliche Lerninhalte aus dem Erfahrungsfeld der Schüler
  • Nachhaltige Verankerung des sorgsamen Umgangs mit den Ressourcen durch organisatorische Veränderungen
  • Übertragung auf persönliches Umfeld

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Projektumsetzung

Tabelle: Prämienverteilung 2008Großbildansicht
Tabelle: Prämienverteilung 2008

Das Projekt ESPADU soll alle 99 ESPADU-Schulen dazu ermutigen, Einsparpotenziale zu erschließen. Dafür steht das Projekt auf folgenden fünf Säulen:

  • Regelmäßige Projektteamsitzungen an den Schulen
  • Initialisierung von Demoprojekten
  • Bereitstellung von Unterrichtsmaterial
  • Durchführung von Messungen
  • Betreuung der Hausmeister

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Aufteilung von Einsparungen

Schema: Aufteilung der eingesparten VerbrauchskostenGroßbildansicht
Schema: Aufteilung der eingesparten Verbrauchskosten

Das Energiesparprojekt ESPADU beteiligt die Nutzer einer Schule an den gemeinsam erzielten Strom-, Wärme- und Wassereinsparungen:

  • Auszahlung von 30 % der eingesparten Kosten an die Schulen zur freien Verwendung
  • Verwendung von 10 % der eingesparten Kosten für Reinvestitionen an den Schulen
  • Verwendung von 60 % der eingesparten Kosten zur Haushaltskonsolidierung

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Zusammenwirkung aller Beteiligten

Zusammenwirkung aller Beteiligten
Zusammenwirkung aller Beteiligten

Wie können alle Beteiligten von dem Energiesparprojekt profitieren?

Das ecoteam, das IMD und das Amt für Umwelt und Grün, Betreuer des Projektes, sind davon überzeugt, dass nur durch die Zusammenwirkung aller Nutzer (Schüler, Lehrer und Hausmeister) dieser "Win Win" - Projekt zum Erfolg geführt und dadurch nicht nur eins Beitrag für den Klimaschutz geleistet werden kann, sondern auch für die: 

Schüler:

  • Theoretische Ansätze werden praktisch nachvollzogen.
  • Die Sinnfrage des Lernens wird positiv und verständlich beantwortet.
  • Die Lerninhalte sind zukunftsorientiert, Schüler lernen für die Zukunft.

Lehrer:

  • Der ganzheitliche Ansatz erleichtert den Unterricht.
  • Die Schule gewinnt finanzielle Handlungsspielräume.
  • Die Atmosphäre wird durch das gemeinschaftliche Interesse verbessert (Lernklima)

Hausmeister:

  • Die Nutzer arbeiten nicht mehr gegen sondern miteinander (Arbeitsklima).
  • Die Einsparbemühungen führen zu noch größerem Erfolg (Anerkennung).
  • Die gegenseitige Achtung steigt.

Stadt:

  • Senkung der Verbrauchskosten
  • Höhere Identifizierung der Nutzer mit dem Lernort (mehr Rücksicht und weniger Vandalismus)

Und schließlich die Umwelt:

Vermeidung von Schadstoffemissionen sind ein großer Beitrag zum Klimaschutz. Für das Jahr 2008 halfen ESPADU-Schulen rund 62700 kg CO2 einzusparen. Zum Vergleich: Dies entspricht den Jahresemissionen von 216 Personen für Strom und Wärme.