Hausanschrift

Hoist Haus Duisburg

Amt für Umwelt und Grün
31-01 Stabstelle Hochwasserschutz
Friedrich-Wilhelm-Straße 96
47051 Duisburg

Kontakte

Herr Waldemar Kesicki, Hochwasserschutzbeauftragter
Telefon: +49 203 283 4310
Telefax: +49 203 283 4643
E-Mail: Hochwasserschutz@Stadt-Duisburg.de


Herr Niels Jagsch,
stellv. Hochwasserschutzbeauftragter
Telefon: +49 203 283 7497
Telefax: +49 203 283 4643
E-Mail: Hochwasserschutz@Stadt-Duisburg.de 
 

Hochwasserschutz

Die kurz aufeinander folgenden Rheinhochwasser 1993 und 1995, das Oderhochwasser 1997 und die Elbehochwasser 2002 und 2006 haben den Menschen erneut vor Augen geführt, welche gravierende Folgen ein Hochwasser haben kann. In den letzten beiden Jahrhunderten wurde eine Häufung extremer Witterungsverhältnisse und damit einhergehend auch das vermehrte Auftreten von Hochwasserereignissen beobachtet.

Um die Folgen, die solche Hochwasserereignisse für die Menschen haben, abzumildern oder möglicherweise sogar ganz zu verhindern, ist ein vorbeugender Hochwasserschutz notwendig. Nur ein gut funktionierender Hochwasserschutz kann Schäden an Sachwerten und die Gefährdung von Menschen durch ein Hochwasser verhindern oder zumindest begrenzen.

Die Landesregierung NRW unterstützt diese Arbeit und beteiligt sich an den Kosten. Im Rahmen des NRW-Hochwasserschutzkonzepts und des nach europäischem Recht vorgeschriebenen Risikomanagements werden Gefahrenlagen analysiert, vorsorgende Gegenmaßnahmen erarbeitet und auch der Einsatz im Ernstfall geplant. Die Stadt Duisburg ist Mitglied der Hochwassernotgemeinschaft Rhein e.V.


Hochwasserschutz & Zuständigkeit im Duisburger Raum

Neben Maßnahmen, die auf Landes- oder Bundesebene oder im Rahmen übernationaler Zusammenarbeit vorgenommen werden, ist ein nicht unerheblicher Teil des Hochwasserschutzes bei den Gemeinden angesiedelt, denen es obliegt, ihr Gemeindegebiet effektiv vor Hochwasser zu schützen. In Duisburg liegt diese Verantwortungsvolle auf Aufgabe in den Händen des Amtes für Umwelt und Grün. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem Rhein, an dessen Gestaden sich Duisburg auf einer Länge von 37,5 km erstreckt und von dem in Duisburg die größte Gefahr einer Überflutung des Stadtgebietes bei Hochwasser ausgeht - mit den Folgen, die dies für das Eigentum und für Leib und Leben der Bürgerinnen und Bürger Duisburgs haben kann.


Seitenanfang

Hochwasserschutzanlagen

hochwassergebiete DuisburgGroßbildansicht
hochwassergebiete Duisburg

Mehr als 300.000 Einwohner Duisburgs sowie Sachgüter, deren geschätzter Wert im Bereich von 30 Mrd. € liegt, werden in Duisburg durch Hochwasserschutzanlagen vor Überschwemmungsschäden geschützt. Die Unterhaltung solcher Hochwasserschutzanlagen fällt in das Aufgabengebiet des Amtes für Umwelt und Grün.

Seitenanfang

Hochwasserrisikomanagement

Das Naturereignis Hochwasser lässt sich nicht verhindern, doch wir können in weiten Teilen vermeiden, dass es zur Katastrophe wird. Im Hochwasserschutz geht es in erster Linie darum, den Schaden zu begrenzen, die Zunahme des Schadenpotentials in gefährdeten Bereichen zu vermeiden und ein angemessenes Gefahrenbewusstsein zu entwickeln.

Jede Person, die durch Hochwasser betroffen sein kann, ist im Rahmen des ihr Möglichen und Zumutbaren verpflichtet, geeignete Vorsorgemaßnahmen zum Schutz vor Hochwassergefahren und zur Schadensminderung zu treffen, insbesondere die Nutzung von Grundstücken den möglichen Gefährdungen von Mensch, Umwelt oder Sachwerten durch Hochwasser anzupassen.

Auf Grundlage der EG-Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie (EGHWRM-RL) wurden durch die Bezirksregierung Düsseldorf Hochwassergefahren und -risikokarten erstellt, die über Gefährdungen bei verschiedenen Hochwasserszenarien informieren.

Im Zuge der Hochwasserrisikomanagementplanung wurden Kommunalsteckbriefe erstellt, welche die Ist-Situation der Hochwassergefährdung und die Maßnahmenplanung beschreiben. Der Maßnahmensteckbrief für die Stadt Duisburg ist unter (Maßnahmensteckbrief) abrufbar.

Weitere Informationen zur Hochwasserrisikomanagementplanung sind unter Flussgebiete NRW bereitgestellt.

Informationen zum Objektschutz und zur baulichen Vorsorge sind in der Hochwasserschutzfibel enthalten (Herausgeber: Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS)).

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) gibt in der Reihe "Baulicher Bevölkerungsschutz" einen Flyer "Empfehlungen bei Sturzfluten" heraus. Er enthält eine Kurzdarstellung vorbeugender baulicher Maßnahmen und Hinweise zum Verhalten nach Starkregen und Sturzfluten.

Informationen zum Verhalten bei Hochwasser gibt das Bundesministerium des Innern (BMI).

Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur und Verbraucherschutz (MKULNV) informiert mit der Informationsplattform Umweltdaten  vor Ort über die Umweltsituation - speziell auch die Hochwassersituation - in NRW.

Zusätzlich können über das elektronische wasserwirtschaftliche Verbundsystem entsprechende Fachinformationen abgerufen werden.


Seitenanfang

Deichsanierungen bis 2025

Im Rahmen der öffentlichen Hochwasservorsorge sind in den kommenden Jahren im Regierungsbezirk der Bezirksregierung Düsseldorf umfangreiche Untersuchungen und teilsgrundhafte Sanierungen der Hochwasserschutzanlagen erforderlich.

Diese Maßnahmen sind auch Bestandteil der geplanten Maßnahmen im Rahmen des  Hochwasserrisikomanagement (s.o.).

Die Sanierungsefordernisse leiten sich aus erhöhten technichen Anforderungen ab, und es besteht Sanierungsbedarf bedingt durch Anlagenalter/-struktur sowie aufgrund teils bergbaulicher Vorgeschichte.

Aufgrund dessen wurde am 31. Oktober 2014 zwischen den Hochwasserschutzpflichtigen am Rhein und dem Land NRW ein Fahrplan zur Deichsanierung vereinbart.

Der so genannte Fahrplan Deichsanierung unter Schirmherrschaft von Umweltminster Remmel und Regierungspräsidentin Lütkes sieht für das Stadtgebiet Duisburg die Umsetzung von Sanierungs- bzw. Untersuchungsvorhaben an den städtischen Hochwasserschutzanlagen bis zum Jahr 2025 vor.

Die ingenieurmäßige Begleitung der Maßnahmen erfolgt durch die WBD-AöR als Erfüllungsgehilfin im Auftrag der Stadt Duisburg.


Seitenanfang
Fahrplan 2025 Duisburg, Stand:Februar 2016Großbildansicht
Fahrplan 2025 Duisburg, Stand:Februar 2016

Die Finanzierung erfolgt anteilig durch die Stadt Duisburg und das Land NRW.

Bei allen Vorhaben im Deichbereich ist grundsätzlich die Deichschutzverordnung als ordnungsbehördliche Verordnung im Regierungsbezirk Düsseldorf zu beachten.

ACHTUNG: Sperrung der Hafendurchfahrt in Zusammenhang mit der Errichtung eines Dammbalkenverschlusses im Bereich des Sperrtores Marientor.

Der letzte Durchfahrtstermin ist Sonntag, der 5.6.2016. Ab Montag dem 6.6.2016 bis voraussichtlich Freitag, den 16.12.2016, bleibt die Durchfahrt für jeglichen Schiffsverkehr gesperrt.