Pressestimmen zur Ausstellung: "100 Jahre Lehmbrucks Kniende - Paris 1911"
"Heldin der Kunstgeschichte"
"Nun steht sie da im schönsten Licht, mitten in der gläsernen Halle des Duisburger Lehmbruck-Museums und lässt sich aus Anlass ihres 100. Geburtstag mit einer großen Ausstellung feiern. Matisse, Brancusi, Archipenko, Rodin sind ihr zu Ehren angereist und erzählen durch ihre Werke, wie es zur Entstehung der 'Knienden' kam. [...] Doch egal in welcher Fassung der Betrachter der 'Knienden' nun begegnet, ob als Gips, Steinguss oder Bronze, sie schlägt in den Bann. Ihre Anmut, ihren Appeal hat sie sich bis heute bewahrt. Noch immer pilgern Künstler zu ihr, etwa nach Duisburg ins Lehmbruck-Museum, das der jüngste Sohn Manfred als Architekt 1964 seinem Vater in eben jenen Park bauen durfte, wo einst die angefeindete 'Kniende' stand und nach dem Krieg wieder Aufstellung fand. Das Museum hatte sie sicher über Nationalsozialismus und Krieg gebracht."
"100 Jahre Lehmbrucks Kniende"
"Marion Bornscheuer ist die Kuratorin der überwältigenden Ausstellung zum 100. Geburtstag der Knienden im LehmbruckMuseum in Duisburg. Sie entfaltet mit einer Fülle von Werken - Zeichnungen, Gemälden, Skulpturen - das künstlerische Umfeld, in dem Lehmbruck von 1910 bis 1914 in Paris lebte und arbeitete."
"Die Jahrhundertausstellung"
"Die Pointe der Ausstellung besteht darin, dass in ihrem Mittelpunkt ein einziges Werk, eben die 1911 von Wilhelm Lehmbruck in Paris geschaffene 'Kniende' steht. Umgeben ist dieses 'Jahrhundertkunstwerk' (so Museumsdirektor Raimund Stecker) von 244 anderen Werken von mehr als 60 Leihgebern aus acht Ländern."
"Der Applaus für '100 Jahre Kniende' ist dem Lehmbruck-Museum gewiss"
"Mit der Ausstellung '100 Jahre Kniende' setzt das Lehmbruck-Museum in Duisburg einen Meilenstein auf seinem Weg zum internationalen Zentrum der Lehmbruck-Forschung. [...] So viele prominente Gäste wie 'Die Kniende' zu ihrem 100. Geburtstag empfängt, hat das Haus noch nie gesehen."
"Engel über Duisburg"
"Die Ausstellung kartiert das weite Feld denkbarer Kontexte eines berühmten Kunstwerks. Die reichen von Lehmbrucks anderen Plastiken und seinen wie hingehaucht fragilen Zeichnungen bis hin zur ausgreifenden Kurvatur der Jugendstilmöbel Henry van de Veldes und der exaltierten Lebenslust der Ausdruckstänzerin Isadora Duncan. Rund um das Geburtstagskind explodiert die Avantgarde. Kaum ein Pfad, der sich von der 'Knienden' aus eröffnet, bleibt in dieser Ausstellung unbeschritten. Doch wie weit sich der Besucher auch von Lehmbrucks Figur entfernen mag - als Raumwunder, meditatives Mantra, schwereloses Erlösungssymbol bildet die "Kniende" die in sich ruhende Mitte eines breit aufgefächerten Kunstpanoramas. Die 'Kniende' steht fest auf dem Boden. Zugleich wirkt sie eigentümlich entrückt, ja geradezu schwebend. Für die Dauer einer Ausstellung gilt: Engel über Duisburg!"
Lehmbrucks Kniende wird 100
"Dem neuen Museumsdirektor Raimund Stecker ist ein publikumswirksamer Geniestreich gelungen. Er feiert den 100. Geburtstag von Wilhelm Lehmbrucks 'Kniender'. [...] Und siehe da, die Besucher strömen zu einer Figur, die sie längst kennen. Sie himmeln sie an. [...] Die Ausstellung, die von der hauseigenen Kuratorin Marion Bornscheuer betreut wird, ist glanzvoll aus einem anderen Grund. Sie lässt die Heroen der Bildhauerei aus Paris um 1900 Revue passieren."
"Monumental und zerbrechlich zart"
"Ihre Verehrer nennen sie die Mona Lisa des 20. Jahrhunderts und diesem Ruf angemessen ist die Geburtstagsfeier, die ihr in Duisburg ausgerichtet wird. Die lichtdurchflutete große Glashalle, die der Besucher zuerst betritt, beherbergt eine illustre Versammlung von Meisterwerken. [...] Die Plastiken, die die Ausstellung um die Kniende versammelt, lassen im Vergleich ihre Besonderheit deutlich hervortreten."
100 Jahre Lehmbrucks "Knieende"
"Sie hatten vorhin in der Anmoderation von den tollen Leihgaben gesprochen, Rodin, Matisse, Maillol und was da alles zu sehen ist. Das Ereignis ist wirklich, man kann nicht sagen 'Mädchen'. Wir sind ja nun beide keine Zwerge, Frau Novy, aber die 'Kniende' ist kniend knapp 1,90 Meter hoch. [...] Diese gelenkigen Figuren, da könnten sie höchstens ganz früh beim Manierismus an die Figuren von el Greco denken, aber die haben eigentlich überhaupt nichts damit zu tun, sondern dieser Prozess des Machens - und das sehen sie ganz toll, eigentlich die schönste Arbeit in dieser Ausstellung - ist ein Fragment der 'Knienden', die 1945 in Berlin zerstört wurde, und die ist nicht aus Bronze, sondern aus Steinguss. Da sehen sie auch mal, wie modern Lehmbruck war. Das ist eigentlich Beton, womit man die Straßen macht. Das hat er für seine Skulptur benutzt und da sehen sie, wie er die aufgebaut hat."
Christiane Vielhaber, Deutschlandfunk, im Gespräch mit Beatrix Novy
"Die Anmut kniet in Duisburg"
"So viel gipsglänzende Anmut und Bronze gewordene Sinnlichkeit, so viele entzückend gebogene Rücken und weiche Busen-Rundungen, kurzum so viel zauberschöne Menscherkundung hat man lange nicht mehr auf einem Fleck gesehen. 245 Exponate, darunter hochkarätige Leihgaben aus dem New Yorker MoMA, dem Pariser Louvre und dem Guggenheim Museum, von Brancusis 'Kuss' bis zu Henri Matisses 'Jeanette IV', von Modiglianis pfahlschmalem 'Frauenkopf' bis zu Edgar Degas' dynamischem 'Spanischem Tanz' machen das Haus zum Skulpturen-Paradies."
"Lehmbrucks Kniende in einer großen Schau in Duisburg"
"Einem Meisterwerk seines Namenspatrons widmet das Duisburger Lehmbruck Museum die umfangreichste Ausstellung seiner Geschichte. Die hat einen doppelten Anlass. Zum einen hatte das Haus 2008 den Familiennachlass erworben, was es endgültig zur wichtigsten Stätte von Lehmbrucks Kunst macht. Zum anderen hatte der Künstler die Kniende vor genau 100 Jahren geschaffen, in Paris. [...] So erschließt die Schau das Schaffen Lehmbrucks und seine Zeit ausgehend von einem zentralen Kunstwerk. Eine ebenso schlüssige wie sinnliche Präsentation."
"Verbeugung vor Lehmbrucks Skulptur 'Die Kniende'"
"Geprägt waren Lehmbruck sowie auch all die anderen Künstler, die in der Schau zu sehen sind, von der Erneuerung des Theater und des Tanzes, wie die französische Gast-Kuratorin Denise Wendel-Poray sagte. So sei für den Bildhauer der Tänzer so etwas wie 'eine bewegte Skulptur im Raum' Und schließlich könne so auch die graziöse Haltung der Knienden vom Tanz beeinflusst sein. 'Sie verbeugt sich wie eine Tänzerin oder Schauspielerin vor ihrem Publikum.' Ab Samstag verneigt sich Duisburg vor ihr."
"Ehrenausstellung für Lehmbrucks 'Kniende'"
"Zum 100. Geburtstag der 'Knienden' lässt das Duisburger Lehmbruck Museum in der aufwändigsten Ausstellung, die es je zusammengetragen hat, den Besucher in das Paris des beginnenden 20. Jahrhunderts eintauchen. Mit 250 Leihgaben aus den größten Museen der Welt stellt das Haus faszinierend dar, wie sich Malerei, Bildhauerei, Tanz und Musik in den Jahren des Aufbruchs in die Moderne gegenseitig beeinflusst haben."


