Pressekonferenz und Vorbesichtigung

Donnerstag, 8.Oktober 2009, 14 Uhr

Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum, Duisburg

Bitte beachten Sie die geänderte Uhrzeit des Pressegesprächs!

Für eine neue Welt: Georges Vantongerloo (1886-1965) und seine Kreise von Mondrian bis Bill (10. Oktober 2009 bis 10. Januar 1010)

Ab dem 10. Oktober 2009 zeigt die Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum - Zentrum Internationaler Skulptur in einem Gemeinschaftsprojekt mit dem Gemeentemuseum, Den Haag erstmals umfassend das Werk des belgischen Künstlers Georges Vantongerloo (1886-1965) in einem europäischen Kunstkontext der geometrischen Abstraktion des 20. Jahrhunderts.
Großbildansicht
Georges Vantongerloo, Komposition aus dem Ovoid, 1917, Sammlung Angela Thomas Schmid, Zumikon, © VG Bild-Kunst, Bonn

Die laborhafte Retrospektive präsentiert mit rund 140 Werken den großen, aber immer noch unterschätzten Pionier der Moderne. Die Schau gibt nicht nur einen repräsentativen Überblick über Georges Vantongerloos Werk, sondern auch vertiefende Einblicke in die Schaffensprozesse des Künstlers, nicht zuletzt ermöglicht durch umfangreiche Dokumente aus dem Nachlass des Künstlers, die hier erstmals ausgestellt werden.

"Für eine neue Welt" zeigt Vantongerloo als experimentierenden Utopisten, der in Skulptur und Malerei, Zeichnung und Fotografie, Interieur, Architektur und Städtebau nach avantgardistischen Ausdrucksformen eines neuen Lebensgefühls und einer humaneren Gesellschaft suchte. Schon ab 1917 widmete sich der Künstler, in intensiven Auseinandersetzungen mit den De Stijl-Künstlern Piet Mondrian und Theo van Doesburg stehend, der Abstraktion; es folgten architekturbezogene Entwürfe für Flughäfen, Brücken und Interieurs sowie seine führende Rolle bei der Künstlergruppe "Abstraction-Création". Bis ins energetische Spätwerk der 1960er Jahre spürte er mit seinen Draht- und Plexiglasskulpturen permanent neuen Bezügen zum universellen Raum nach. Seit den 1930er Jahren begleitete ihn eine intensive Künstlerfreundschaft mit Max Bill.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Verlag Scheidegger & Spiess, Zürich, 292 Seiten, mit farbigen Abbildungen der gezeigten Werke und Texten von M. Bornscheuer, C. Brockhaus, H. Janssen, A. Thomas, F. Vandepitte und M. Wieczorek zum Preis von 34,80 Euro.