Stephan Balkenhol - Alberto Giacometti

In Kooperation mit der Fondation Alberto et Annette Giacometti

Laufzeit: 31. Januar bis 18. April 2010

Pressekonferenz: Freitag, 29. Januar 2010, 11.30 Uhr

Eröffnung: Sonntag, 31. Januar 2010, 11.30 Uhr

Kuratoren: Gottlieb Leinz und Véronique Wiesinger

Stephan Balkenhol - Alberto Giacometti (31. Januar bis 18. April 2010)

Anlässlich der Ausstellung "Alberto Giacometti: Die Frau auf dem Wagen. Triumph und Tod" (31. Januar bis 18. April 2010) zeigt die Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum, Duisburg einleitend eine zeitgenössische Präsentation von rund 30 Arbeiten des Bildhauers Stephan Balkenhol (geb. 1957) mit Werken Alberto Giacomettis.
Großbildansicht

Gezeigt werden die Skulpturen, Fotografien und Skizzen Balkenhols aus der Sammlung des Museums sowie eine Auswahl von Zeichnungen, Reliefs und Büsten des Künstlers, die durch die Galerie Löhrl in Mönchengladbach und aus Düsseldorfer Privatbesitz als Leihgaben zur Verfügung gestellt werden: Sie zeigen den bewussten bzw. analogen Bezug des Künstlers zum Werk Giacomettis in Form von Zeichnungen und in Figurationen in großem und kleinem Maßstab, die im Kontext der Ausstellung eine konsequent figürliche und frontal ausgerichtete Verbindung eingehen.

Die Gegenüberstellung der beiden Giacometti-Werke "Der Wald (Sieben Figuren, ein Kopf)" (1950) und "Das Bein" (1958/59) aus der Sammlung des Lehmbruck Museums mit Arbeiten Balkenhols offenbart hierbei eine überraschende Annäherung figürlicher Darstellung im plastischen Werk der beiden Künstler. Nähe und Distanz, Prozesshaftigkeit, Raumbezug sowie menschliche Seinserfahrungen prägen das Werk beider Künstler gleichermaßen.


Im Ausstellungskatalog "Alberto Giacometti: Die Frau auf dem Wagen" (Hirmer Verlag, München) erscheint ein Text von Stephan Balkenhol. Er beruht auf einem Interview, das die Kuratoren Gottlieb Leinz und Véronique Wiesinger im Vorfeld der Ausstellung geführt haben. Hierin äußert sich der Bildhauer u. a. zur Tradition der figurativen Bildhauerei, der Bedeutung der Kunst im öffentlichen Raum sowie dem Verhältnis von Monumentalität und Raumbezug: "Giacometti lehrt, dass kleine Skulpturen unter Umständen viel monumentaler wirken als große. Da sie viel mehr mit dem Raum anfangen. Der Raum vergrößert ihr Bild wie eine Lupe." (Stephan Balkenhol, 2009)