Brunnenmeile
Der Boulevard der Königsstraße, der seit 1993 nur fußläufig zu begehen ist, wurde zu einem in deutschen Großstädten einmaligen künstlerischen Ereignis.
Den überzeugenden Einfall zur Brunnenmeile entwickelte der Braunschweiger Architekt Hartmut Rüdiger nach einem bundesweiten Wettbewerb. Vor dem Hintergrund einer wenig charakteristischen Architekturkulisse wünschte er sich Brunnen an den Einmündungen der Querstraßen in die Königstraße: Brunnen als Lebenselexier, aber auch als künstlerische Gestaltungsmomente, die ihre Standorte aus verschiedenene Richtungen von weitem erkennbar machen, als unverwechselbare Treffpunkte markieren und der architektonischen Anonymität künstlerische Prägnanz gegenüberstellen würden.
Eine wechselvolle und lange Geschichte von 15 Jahren führte zur Realisierung folgender Brunnen (Reihenfolge von Ost nach West):
- Andre Volten, Brunnen, Edelstahl, 1983
- Ottmar Alt, Wassermühle, Bronze, 1986
- Friedrich Werthmann, Mercator-Kugel, Stahl, 1963 und 1993
- Ulf Hegewald, Stadtbild, rot-braune Keramik über Beton, 1991/93
- Niki de Saint Phalle und Jean Tinguely, Lifesaver, Polyester mit Bemalung über Teflonbeschichtung, Stahlsockel, 1989/93
- Thomas Virnich, Schiffsmasken, Stahl und Ziegel über Beton, 1991/93
- Wasa Marjanov, Skulptur für Duisburg, Wasserplastik, Edelstahl, 1992


