Ausflug zur Monet Ausstellung in das "Von der Heydt"-Museum
Unsere aktuelle Praktikantin Irene Strese, sowie unser FSJ-Kulturler Malte Jacobi haben einen Ausflug zu der Monet Austellung in das Wuppertaler "Von der Heydt Museum" gewagt und berichten von ihren Erfahrungen dort.
Die Chronik einer Exkursion:
Die Chronik einer Exkursion:
Hohe weiße Deckenräume
beherbergen erhabene Kunstwerke von Claude Monet. In der Präsentation wird eine Chronologie hergestellt die die Weiterentwicklung des Künstlers nachvollziehbar machen soll. Blickt man sich im Raum um, scheint das graue Haar der meisten Besucher förmlich mit den weißen Wänden zu verschmelzen. Noch eindrucksvoller wäre dieser Effekt wenn man an die Werke näher als zwei Meter herantreten dürfte.
Gehöre ich überhaupt zu der Zielgruppe dieser Ausstellung? Es fällt mir schwer mich in ein Bild hinein zu finden wenn ich wie ein Störfaktor betrachtet werde. Malte übersetzt das Bild "Cap Martin" für mich in ein Geräusch: "wusch" und noch einmal "wusch", ich lache. Um mich herum bildet sich eine Traube älterer Herrschaften die mich verstört anblicken. Darf man hier nicht lachen? Wiederspricht es der Kunst? Dem Kunstraum? Dem Künstler?
Wie zwei artfremde Skulpturen stehen wir im Raum und werden von den Besuchern betrachtet. Unsere Titelschilder weisen uns jedoch aus. "Bezauberndes Mädchen" und "Der König der Tiere", zwei zeitgenössische Arbeiten aus dem Jahr 2009, entliehen aus dem Wilhelm Lehmbruck Museum.
Wir drängeln uns durch die noch immer beeindruckend umfangreiche Gruppe wartender Bildungsbürger hinaus in den kitschig-bunten Trubel des Weihnachtsmarktes. Die Metropole des anspruchsvollen Geschmacks hinter uns lassend, scheinen wir plötzlich in den alltäglichen Massen unterzugehen.
In Gesellschaft von Süßkramautomaten und Gepäckablagen wird unsere Einzigartigkeit nur noch durch die Titeleien deutlich die uns als Kunstobjekte ausweisen. Fast schon spöttisch betrachtet man uns, die wir uns für außergewöhnlich halten.
Wir fühlen uns schwungvoll in eine Welt geschubst welche sich so sehr von Monets atmosphärenreicher Bildbetrachtung unterscheidet. Hier finden sich statt nebelig-trüben Seeufern, rauschenden Gebirgsbächen und herbstlich anmutenden Getreidefeldern nun gammelnde Hundehaufen, rasende S-Bahnen und grölende Trunkenbolde.






