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Quartalsprogramm

Das aktuelle Quartalsprogramm zum Durchblättern und als Download (PDF).

24. Februar bis 19. August 2012 (verlängert)

4 Künstler - 4 Räume / Geschenkt - Geliehen

Hans-Peter Feldmann (*1941), Karl Otto Götz (*1914), Otto Piene (*1928) und Reiner Ruthenbeck (*1937) - vier Künstler, deren Namen für eigenständige skulpturale Positionen stehen. Das LehmbruckMuseum widmet nun jedem dieser Künstler einen eigenen Raum und fasst diese unter dem Titel "4 Künstler - 4 Räume / Geschenkt - Geliehen" zusammen.
Hans-Peter Feldmann: Eva/Venus und David, 2006, © VG Bild-Kunst Bonn, 2012, Foto: LehmbruckMuseumGroßbildansicht
Hans-Peter Feldmann: Eva/Venus und David, 2006, © VG Bild-Kunst Bonn, 2012, Foto: LehmbruckMuseum

Der Anlass: Von jedem dieser Protagonisten ist dem Museum in den vergangenen Jahren ein Konvolut von Werken geschenkt worden.

Diese Werke werden der Öffentlichkeit nun in jeweils einer eigenen Präsentation vorgestellt. Ergänzt werden die Räume durch Leihgaben aus Privatbesitz. Eröffnet wird die Ausstellung am Donnerstag, 23. Februar, im Rahmen der plastikBAR und in Anwesenheit von Reiner Ruthenbeck und Hans-Peter Feldmann.

Feldmanns Arbeiten wie der überdimensionale David, der vor dem LehmbruckMuseum im Kant-Park steht, und weitere bunt gefasste Antikenkopien werden in der Präsentation ergänzt durch seine seltenen Künstlerbücher, die der in Düsseldorf geborene Künstler in den 1970er Jahren angefertigt hat. Sie machen eine Karriere nachvollziehbar, die nach einer Schaffenspause in den 1980er und 1990er Jahren erst in den vergangenen 15 Jahren zum internationalen Durchbruch geführt hat. So erhielt Feldmann seit 2001 Einzelausstellungen unter anderem im Museum am Ostwall in Dortmund, der Pinakothek der Moderne in München oder dem Guggenheim Museum in New York.


Otto Piene: Ausstellungsansicht, © VG Bild-Kunst Bonn, 2012, Foto: LehmbruckMuseumGroßbildansicht
Otto Piene: Ausstellungsansicht, © VG Bild-Kunst Bonn, 2012, Foto: LehmbruckMuseum

Im Zentrum der Präsentation von Otto Piene stehen seine "Fleurs du Mal", die "Blumen des Bösen". Diese sich aufplusternden und wieder in sich zusammenfallenden skulpturalen Arbeiten des in Laasphe geborenen ZERO-Künstlers ergänzen seine jüngsten Arbeiten - Keramiken und Reliefs -, halbastrakte Werke, die an Pienes Œuvre der 1950er und 1960er Jahre erinnern.


Karl Otto Götz: Ausstellungsansicht, © VG Bild-Kunst Bonn, 2012, Foto: LehmbruckMuseumGroßbildansicht
Karl Otto Götz: Ausstellungsansicht, © VG Bild-Kunst Bonn, 2012, Foto: LehmbruckMuseum

Karl Otto Götz' Präsentation konzentriert sich neben der Informel-Malerei des in Aachen geborenen Künstlers auf sein Spätwerk. Ab 2004 nahezu erblindet, arbeitet Götz seit dieser Zeit vermehrt mit Reliefs aus Ton, deren Strukturen er mit Händen und Füßen in das feuchte Material gräbt. Und auch die Keramikwürfel, in denen sich rundum Abdrücke von Körperteilen finden, sind nicht nur künstlerischer Ausdruck, sondern auch ein Weg des Malers, mit dem schwächer werdenden Augenlicht umzugehen.


Reiner Ruthenbeck: Ausstellungsansicht, © VG Bild-Kunst Bonn, 2012, Foto: LehmbruckMuseumGroßbildansicht
Reiner Ruthenbeck: Ausstellungsansicht, © VG Bild-Kunst Bonn, 2012, Foto: LehmbruckMuseum

Reiner Ruthenbeck schließlich, der von Oktober 2008 bis Januar 2009 eine große Retrospektive im LehmbruckMuseum bekam, ist der vierte Künstler, dessen Werke in dieser Präsentation gezeigt werden. Seine Schenkungen früher Arbeiten, die hier erstmals zu sehen sind, ergänzen Werke, die der Arte Povera zuzuschreiben sind wie etwa einer seiner Aschehaufen aus den 1960er Jahren. Der von Kurator Michael Krajewski und dem Künstler gemeinsam gestaltete Raum verdeutlicht so die ganze künstlerische Bandbreite des in Velbert geborenen Künstlers.

Die Ausstellungseröffnung am 23. Februar beginnt um 19 Uhr, der Eintritt ist frei.