6. Mai bis 1. November 2009 (verlängert)
Henry Moore (1898-1986) - Wie die Natur
Druckgraphik
Während seines Besuches im Lehmbruck Museum 1965 sagte der Bildhauer, Zeichner und Graphiker Henry Moore (1898-1986) aus Begeisterung über dieses erste Museum moderner Skulptur dem Haus einen Abzug jeder zukünftig entstehenden Graphik zu.
Jedes neue Blatt widmete er in einem Exemplar von diesem Zeitpunkt an "for Duisburg". Diesem Umstand verdankt das Lehmbruck Museum heute mit beinahe 500 Druckgraphiken die drittgrößte Graphiksammlung des Künstlers weltweit.
Die Grundlagen seines künstlerischen Schaffens beschrieb Henry Moore schon zu Beginn seiner Karriere 1934. Sein Werk sollte nicht die Realität spiegeln, sondern vielmehr diejenige künstlerische Vitalität aufweisen, die dem Schönheitsbegriff der Ästhetik entspricht. Demnach sollten seine Arbeiten weniger rekapitulierend "nach der Natur" als vielmehr in einem schöpferisch-kreativen Prozess "wie die Natur" entstehen.
Die gleichnamige Ausstellung zeigt im Graphischen Kabinett des Lehmbruck-Traktes rund 80 Werke, die zwischen 1931 und 1977 entstanden sind. Präsentiert werden neben den frühen, am Naturstudium orientierten Arbeiten des Künstlers auch Auszüge aus den umfassenden Mappenwerken der späten 1960er und 1970er Jahre.
Moores morphologisches Interesse an der Natur wird hierbei ebenso ersichtlich wie die sich kontinuierlich steigernde Vielseitigkeit seiner Graphiken, welche die Plastiken als eigenständiger Werkkomplex ergänzen.
Zur Ausstellung ist der Katalog "Henry Moore - Wie die Natur. Druckgrafik und Plastik", der 2007 von der Herbert-Gerisch- Stiftung, Neumünster in Kooperation mit dem Lehmbruck Museum im Kerber Verlag, Bielefeld/Leipzig herausgegeben wurde, zum Preis von 19,80 € erhältlich, 84 Seiten, zahlreiche, ganzseitige Abbildungen.





