Neuer Schulanbau mit Mensa an der Gemeinschaftshauptschule Beim Knevelshof in Duisburg Wanheim-Angerhausen

Historie: Das zweigeschossige Hauptgebäude wurde im Jahre 1956 errichtet. Eingeschossige Schulpavillons kamen im Jahre 1958 hinzu und bestanden aus insgesamt sieben Klassenzimmer sowie einer Pausen-WC-Anlage, die über einen Laubengang an das Hauptgebäude angebunden wurden. Eine Erweiterung um ein Tunhallen- und Aulagebäude wurde im Jahre 1969 fertiggestellt.

Baubeschreibung

Das neue SchulgebäudeGroßbildansicht
Das neue Schulgebäude mit integrierter Mensa.

Die beinahe 50 Jahre alte Bausubstanz der Schulpavillons und die marode Heizungsanlage, die Sanitäranlagen und die Elektroversorgungsleitungen hätten komplett erneuert werden müssen. Unter Wirtschaftlichkeitsaspekten wurde daher entschieden, den Abbruch der Schulpavillons vorzunehmen und bedarfsgerecht einen Ersatzneubau zu errichten.

Das Neubauvolumen wurde von sieben auf zehn Klassenräumen erhöht, da die Zweigstelle an der Heinrich-Bierwes-Straße mit drei Klassenräumen aufgelöst und an den Hauptstandort zurückgeführt wurde. Auch durch den erweiterten Ganztagsbetrieb mit rund 300 Essensteilnehmern war die Unterbringung einer Mensa mit Ausgabeküche und Betreuungsräumen notwendig.

Der freistehende Neubau wurde als zweigeschossiges, nicht unterkellertes Gebäude in konventioneller Bauweise mit Stahlbetonfundamenten und -bodenplatten auf dem ehemaligen Sportplatz der Schule errichtet. Der Neubau wurde mit einer verputzen Wärme-Dämm-Verbund-System Fassade versehen. Im Obergeschoss wurde die Fassade - zur Westseite hin - mit großflächigen dunkelroten TRESPA-Fassadenplatten bekleidet. Das Dach besteht aus 2 leicht geneigten Pultdächern, die mit einer Rhepanol-Folie eingedichet wurden. Die Fensteranlagen bestehen aus Aluminiumprofilen und erhalten an der West- und Südfassade einen außenliegenden Sonnenschutz.


Die Besonderheit diese Schulgebäudes

GeothermieanlageGroßbildansicht
Die neu installierte Wärmepumpe.

Der neu errichtete Anbau wird ausschließlich über Geothermie beheizt. Die Beheizung des Gebäudes mit Erdwärme trägt somit zur Verbesserung der CO2-Bilanz bei. So sinkt der durch das Gebäude verursachter CO2-Ausstoß um cirka 63 Prozent. Die neue Anlage entspricht der gültigen Energiesparverordnung. 1.550 Quadratmeter Gebäudefläche werden über die erste Geothermieanlage an einer Duisburger Schule beheizt.


Einweihung

Symbolische SchlüsselübergabeGroßbildansicht
Symbolische Schlüsselübergabe

Zur feierlichen Inbetriebnahme des neuen Schulgebäudes am 16. März 2010 überreichte Oberbürgermeister Adolf Sauerland einen symbolischen Schlüssel an die Schülersprecherin der Schule, Sultan Yenilmez. Es assistierten v.l.n.r.: Schulleiter Wolfgang Meyer, IMD-Geschäftsführer Uwe Rohde und rechts neben dem OB der stellvertretende Bezitksbürgermeister Hermann Diether Kunze.

Mit der endgültigen Fertigstellung der Außenanlage wird in diesem Frühjahr gerechnet.