Rasende Reporterin 2010
- Stadtrand-Berichterstattung, die Idee
- ... Bauspielplatz Tempoli
- Beim Besuch im Stadtpark Meiderich ...
- Heute, am Freitag den dreizehnten
- Gemeinsam mit Elisabeth Buhrmann mache ich mich auf den Weg ins Jugendzentrum "Die Mühle".
- Zum Mittagessen geht´s weiter zur "Abenteuerfarm Robinson".
- Heute ist Dienstag und die Hälfe der 3-wöchigen Stadtranderholung ist schon fast vorbei,
- ... zum Jugendzentrum "Alten Schmiede" in Wehofen.
- Man könnte meinen, heute wäre Freitag der dreizehnte!
- Mit noch immer defekter Kamera ging es zum Stadtpark Meiderich.
- Was hier jetzt gleich passiert, im Hallenbad Grossenbaum, kann ich selber kaum glauben.
- Discotime! Yeah!
- Da drüben stehen meine Cheerleader Mädels von Wedau ...
- Mittlerweile herrscht am Bratwurststand Massenandrang.
- Ich finde, der Wetterfrosch ist während der letzten Wochen zu oft die Leiter runter gehoppst,
- Na, das fängt ja gut an!
- An dieser Stelle möchte ich mich bei allen BetreuerInnen bedanken,
- Mein letzter Artikel in 2010:
- Gemeinsam mit Olli, meinem Kollegen, mische ich mich unters Volk.
Stadtrand-Berichterstattung, die Idee
Am zweiten Tag der Stadtranderholung (10.08.2010) habe ich die Kinder und Betreuer auf dem Bauspielplatz Tempoli und im Stadtpark Meiderich besucht. Und das kam so:
Morgens ein Anruf von meinem Chef, dem Jugendamtsleiter Thomas Krützberg: "Ich hab da so eine Idee...".
Die Idee war die der aktuellen Berichterstattung von den verschiedenen Standorten der Stadtranderholung. Die rasende Reporterin war schnell ernannt: ich!
Also schnell die Kamera vom Kollegen geliehen, Schnellkurs im Fotografieren absolviert, Block und Stift eingepackt und ab in den Wagen vom Chef!
Gemeinsam mit Elisabeth Buhrmann, der zuständigen Kollegin für die Stadtranderholung, gings ab nach Homberg zum ...
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... Bauspielplatz Tempoli
Und hier ging es richtig lebhaft zu: auf der Anlage tummelten sich Fußballer, Spielplatz-AkteurInnen, Halli-Galli ZockerInnen, Hulla-Hupp Artisten und zahlreiche andere spielende Kinder.
Anja Vieth, eine der Betreuerinnen, berichtet mir von ihrem Einstieg in die 3-Wochen-Ferienzeit. Sie ist zum ersten Mal als Betreuerin dabei, ist aber trotzdem ganz locker und freut sich über Ihre Arbeit mit den Kindern: "die meisten Kids sind mit Begeisterung dabei, ein paar wenige benötigen anfangs noch etwas Motivation. Aber es macht sehr viel Spaß hier zu sein". Zugegeben: den Eindruck habe ich auch!
Carina Carstens war früher selber Stadtrand-Kind. Heute ist sie ebenfalls -wie auch schon im letzten Jahr- als Betreuerin hier. Carina hat die Ausbildung als Erzieherin hinter sich und sieht die Arbeit hier als Einstieg in ihr späteres Berufsleben. Sie erzählt mir, dass die Kinder jetzt gerade ihren eigenen Vorlieben nachgehen: die einen spielen Fußball, andere spielen mit Karten, zahlreiche Kinder tummeln sich auf den Spielgeräten. Am Vormittag wurde das Chaosspiel veranstaltet, ein lebendiges Brettspiel, bei dem man Punkte gewinnen muss. Irgendwie kriege ich langsam Lust mitzumachen ...
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Beim Besuch im Stadtpark Meiderich ...
... traf ich u.a. Regine Wagner. Sie ist auch ein ehemaliges Stadtrand-Kind und zum dritten Mal als Betreuerin dabei (der Job scheint wirklich Spaß zu machen). Mit 2 weiteren BetreuerInnen teilt sie sich eine Kindergruppe von 21 Kindern: "gleich gibt es noch Spiele mit dem Sprungtuch, Aktionen auf dem Spielplatz und man verschönert sich gegenseitig mit Tattoos, abwaschbaren versteht sich".
Kai Kochannek, der die Leitung im Stadtpark Meiderich übernommen hat, reicht mir das selbst gefertigte "Handbuch für Gruppenleiter". Aha, hier gibt es in den nächsten Tagen jeden Tag ein wechselndes Programm. Sport und Bastelangebote, Ausflüge zum Ketteler Hof und in den Zoo, ein großes Fußballturnier und vieles mehr. Toll, dieses Engagement der BetreuerInnen! Und über Langeweile darf sich hier wirklich keiner beschweren ...
Tobias und Max zeigen mir ihre akrobatischen Fähigkeiten mit dem Diabolo. Ich bin vollkommen überrascht, wie toll die Jungens mit dem Gerät umgehen können ... "das haben wir schon in der Schule gelernt" ... und der Diabolo fliegt hoch und landet sicher im Seil. Da kann ich nur staunen!
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Fazit der ersten Berichterstattung:
Wunderbare BetreuerInnen, die sich fortwährend um alle Kinder kümmern und mit Spaß dabei sind. Tolle Kinder, die teilweise überhaupt keine Berührungsängste haben, sehr aufgeweckt sind und mir gerne erzählen, was sie hier bei der Stadtranderholung so alles erleben.
Heute, am Freitag den dreizehnten
besuche ich die Spielorte "Jugendzentrum Mühle" und die "Abenteuerfarm Robinson".
Zur Abenteuerfarm Robinson geht es mittags, da wird nämlich heute gegrillt! Ein guter Reporter braucht ja schließlich auch eine entsprechende Unterlage ...
Ganz in der Früh hab ich mal "Mäuschen" bei den Koordinatoren der Stadtranderholung gespielt. Was wird hier eigentlich so früh besprochen? Gibt es etwa noch Ungereimtheiten?
Elisabeth Buhrmann leitet die Gruppe. Die ersten Themen heute beschäftigen sich mit den Brötchen- und Wurstfragen, nein, das ist kein Scherz!
Ein Spielort hat die falsche Ware, nämlich Käsebrötchen, geliefert bekommen. Da aber heute dort gegrillt wird, werden 180 "normale" Brötchen benötigt. Harald Schaafs verschwindet kurz in seinem Büro und meldet anschließend, dass die "falschen" Käsebrötchen auf andere Spielorte verteilt werden und um 12 Uhr die "richtigen" Brötchen beim Bäcker abgeholt werden können. Diese Aufgabe übernimmt Christian Lindner.
Ein anderer Spielort hat zum Belegen von Brötchen zu wenig Salami, dafür aber Fleischwurst im Überfluss. Für die kommende Woche muss die Wurstbestellung also geändert und für heute mit anderen getauscht werden ...
Christian berichtet darüber, dass der Ausflug zu einer Veranstaltung kurzfristig teurer geworden ist, weil der Besitzer gewechselt hat. Jetzt muss Elisabeth Buhrmann entscheiden, ob der Ausflug trotz der Mehrkosten stattfinden soll. Sie bestimmt zugunsten der Kinder, die sich immer sehr auf diese Ausflüge freuen, dass zumindest dieses Jahr noch alles nach Plan läuft. Dann muss eben woanders eingespart werden ...
Tobias Hartmann koordiniert die Busse, die jeden Tag benötigt werden. Keine leichte Aufgabe, wenn man bedenkt, dass verschieden große Gruppen an 14 Spielorten hin- und hergefahren werden müssen. Auch hierbei gibt es jeden Tag Änderungen zu berücksichtigen und mit den Busunternehmen zu verhandeln.
Zwischenzeitlich ruft Stefan Krebs, Leiter der Spielgruppe Wedau, bei Tobias an. Die Feuerwache Homberg hat nächste Woche einen Aktionstag und läd zur Teilnahme ein. Jetzt muss Tobias dafür sorgen, dass alle Kinder dorthin und wieder zurückgebracht werden.
Abschließend wird noch kurz über die Tauchaktion am 17. und 19.08. gesprochen. Der Tauchshop Zeumer aus Bottrop stellt kostenlos das erforderliche Equipment zur Verfügung. Elisabeth muss noch die Presse für dieses Event einladen. Christian schlägt vor, auch unter Wasser Fotos zu machen, toll!
Ach ja, die allerletzte Frage für heute ist wieder eine Wurstfrage: Wieviel Geflügelwürstchen sollen bei einer Gesamtzahl von 3.500 Stück bestellt werden? Christian merkt an "im Grunde ist den Kindern das doch Wurst!" Großes Gelächter ...
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Gemeinsam mit Elisabeth Buhrmann mache ich mich auf den Weg ins Jugendzentrum "Die Mühle".
Lara, die Platz-Leiterin, empfängt uns und zeigt mir zuerst einmal das Haus bzw. die Mühle (ja tatsächlich, eine richtige Mühle!). Während dessen erzählt mir Lara, dass sie ihren Jahresurlaub für die Stadtranderholung "opfert". Sie machte bereits ihr Anerkennungsjahr hier und ist Erzieherin werden.
In der zweiten Etage angekommen, treffen wir auf eine 5-köpfige Tanzgruppe. Lara darf nicht bleiben und zusehen, hier wird nämlich ein Überraschungs-Tanz für die Abschiedfeier vorbereitet! Ich aber darf eintreten und Fotos machen, denn an einer Veröffentlichung im Internet sind die Mädels doch sehr interessiert. Natalie, Anna, Jil, Celina und Rebecca tanzen auf "Waka-Waka" und mit Stolz geschwelgter Brust erkläre ich: aha, ihr tanzt zu Shakira!
Unten im Haus ist nicht weniger los: Hier wird gekickert, Billard gespielt, rumgealbert und gemalt. Lena, Elen, Tamara und Melina bemalen Bilderrahmen. Bereitwillig erzählen sie vom gestrigen Ausflug zum Maislabyrinth und vom Kickerturnier. Hier am Tisch sitzen allerdings nur VerliererInnen. Auch diese jungen Damen sind gespannt auf die Fotos und fragen wann und wo sie im Internet alles nachlesen und anschauen können. Geduld Mädels! Ich arbeite daran ...
Elisabeth und ich bekommen langsam Hunger.
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Zum Mittagessen geht´s weiter zur "Abenteuerfarm Robinson".
Hier treffen wir auf Perlschmuck-Designer. Simon ist zum ersten mal als Stadtrand-Kind dabei. Er und seine Eltern haben durch eine Pressemitteilung von der Stadtranderholung erfahren und waren sofort begeistert. Der Junge kündigt schon mal an, das er nächstes Jahr auch wieder dabei ist ... Apropos nächstes Jahr: Luca plädiert dafür, dass die Stadtranderholung auf 6 Wochen erweitert wird, Lars würden auch 4 Wochen reichen. 2 Ferien-Wochen möchte er noch mit seinen Eltern verbringen und "knuddeln".
Zwischenzeitlich lerne ich den Platzleiter, Florian Fischer, kennen. Er musste noch "mal eben" eine bestimmte Grillwurst besorgen, weil ein Kind eine Glutenallergie hat. Kurze Zeit später steht Florian dann auch als Grillmeister am selbigen und wendet unser Mittagmahl. Die Wurst war lecker (danke, liebe Leute!).
Andere HelferInnen haben Paprika und Gurken geschnibbelt und griffbereit dekoriert. Vom Ketchup, der mir über T-Shirt und Hose gelaufen ist, will ich jetzt nicht mehr schreiben ... grummel ... die einzelnen Kinder-Gruppen werden übers Megaphon herbeigerufen und holen sich dankbar ihr Essen ab.
Kein Gedrängel, kein Geschubse, alles gut durchorganisiert!
Nachmittags dürfen alle übers Wochenende nach Hause, ja, auch ich!
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Heute ist Dienstag und die Hälfe der 3-wöchigen Stadtranderholung ist schon fast vorbei,
Bergfest sozusagen.
Ursprünglich hatte ich mit Elisabeth geplant, heute mit einer Stadtrand-gruppe zum Ketteler Hof zu fahren. Hierbei soll es sich um einen Riesen-Spielplatz handeln, den ich ja auch mal gerne begutachtet hätte. Nachdem aber heute morgen bereits eimerweise das Wasser aus den Wolken gegossen wurde, hatte ich die vage Hoffnung, dass der Ausflug verschoben wird. Und so kam es dann auch, puh! Erst mal aufatmen!
Kurzum ließ ich mich bei der Koordinierungsgruppe nieder, um in Erfahrung zu bringen, wohin mich die Erholung des Stadtrands heute führen würde. Aufgrund der schlechten Wetterlage beschlossen wir dann, zunächst zum Pippolino und später ins Jugendzentrum "Alte Schmiede" zu fahren.
Also jetzt mal ehrlich, wer lärmempfindlich ist, sollte niemals einen Indoor Kinderspielpark besuchen, sorry, aber meine Ohren klingeln immer noch ...
Die Kids spielen hier allerdings ungerührt der Geräuschkulisse und der leidenden Reporterin und stürmen hin und her ... keine Chance, ein halbwegs akzeptables Foto zu schießen. Bis ich auf den Auslöser gedrückt habe, sind die Kinder längst weg! Also begnügt euch bitte mit der eher bescheidenen Bilderstrecke aus dem Pippolino.
Gleiches gilt für mögliche Interviewpartner. Bin ich sonst bisher immer von mindestens einem Kind umringt gewesen und mit Fragen "wer bist du?", "was machst du?", "darf ich auch aufs Bild?" bestürmt worden, finde ich hier so gar keine Beachtung.
Und dann finde ich doch noch Opfer: da sitzen zwei nette Mädels, da geh ich mal hin! Nina und Laura sind schon zum 3. Mal bei der Stadtranderholung. Sie sind Freundinnen und kommen immer wieder gerne hierher. Ob Ausflug zum Ketteler Hof, der wegen der gruseligen Wetterlage verschoben wurde, oder hier zum Kinderspielpark, ist den beiden egal. Der Unterschied sei ausschließlich im "drinnen" und "draußen" zu sehen. Da die beiden auch schon wieder auf dem Sprung sind, geh ich mal zu den BetreuerInnen.
Janna Messelken ist aber gar keine gleichnamige, sondern, wie sie selber sagt: "Päda-Spezi". Bitte was? Na ja, "Spezialistin für pädagogische Arbeit" halt. Ach so!
Janna hat in Maastrich studiert und hat jetzt 5 Monate Sommerferien (nicht schlecht!). Ihr Studium hier in Duisburg fängt erst im Oktober wieder an.
Jörg Seidel ist für die Organisation in der Truppe zuständig. Verstehe, ohne ihn wäre heute alles wortwörtlich ins Wasser gefallen.
Die Co-Platzleitung liegt bei Julia Strötges. Sie wiederum ist u.a. Ansprechpartnerin für die Betreuer.
Alle zusammen kümmern sich um ein kleines trauriges Mädchen, ihr ist irgendwie nicht gut. Opa wurde aber schon informiert und ist schon auf dem Weg ...
Da mit den Kindern hier nicht gut reden ist, lass ich die Kamera noch mal aufblinken und verabschiede mich mit Elisabeth und wir fahren weiter ...
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... zum Jugendzentrum "Alten Schmiede" in Wehofen.
Leiterin Kerstin Pallin und Aysegül Kurutas empfangen uns. Mit einem Glas Wasser öle ich erst mal mein Stimmchen, dann stürze ich mich ins Gewühle.
Eine Mädchen-Gruppe bemalt Gipshände, die eigenen, wie mir Stephy Meißner erklärt. In der vergangenen Woche wurden die Gipshände gegossen, heute mit Farbe verschönert. Die einen wollen die Hände selber behalten, die andern denken ans verschenken, z.B. als Schmuckständer für Mamas Geschmeide ...
Und jetzt wird es richtig spannend! In diesem Hause werden Sinnesspiele veranstaltet und ich fühle mich in meine eigenen Kindheit zurück versetzt. Damals gab es eine Super-Serie, die da hieß "zu Lande, zu Wasser und in der Luft (in holländischer Kooperation: "te land, ter zee en in de lucht"). Da wurden auch immer spannende Spielchen veranstaltet ... aber ich schweife ab ...
Ich stehe mit Thorsten und Anna-Lena vor verschlossener Türe und habe den Eindruck, hier wird gelauscht! Und weil das so ist, frage ich flüsternd: "was ist denn hier los?". Anna-Lena erklärt mir, dass sie auf Einlass warte und hinter der Türe ein Geräusche-Hörtest durchgeführt werde. Wie ich später erfahre, eines von vielen sogenannten Sinnesspielen. Jeder sammelt seine Punkte bei den verschiedenen Aufgaben. Ich frage Anna-Lena, ob ich als "Lauscherin" mit rein darf. "Klar" sagt sie, nur Vorsagen darf ich nicht. Kann ich auch nicht, wie sich herausstellt ...
Jenni Becker ist die geheimnisvolle Geräuschetesterin. Sie lässt 20 verschiedene Geräusche aus dem Laptop ertönen und Anna-Lena errät mühelos den Elefant, die Blubberblasen, das Flugzeug, den Fön, die Grille und viele mehr und kommt locker auf 17 Punkte. Den "Adler" erkennt weder sie noch ich, aber wer bitte kennt auch den Schrei eines Adlers ... ? Also ich wäre vielleicht auf 12 oder 13 Punkte gekommen, aber mein Gehör ist ja auch noch vom Indoor-Kinderspielplatz geschwächt (gute Ausrede!).
Als nächstes setze ich mich zu Lisa. Sie macht gerade den "Riechtest". Die "Ananas" schafft sie sofort, der Kräutertee, das Schnittlauch und die Kohlrabi hingegen sind unüberwindbare Gerüche. Sie muss passen ...
Beim "Schmecken" sehe ich Shawn beim Ablecken einer Nutella-Gabel. Null Problemo! Merkwürdigerweise erkennt er "Ketchup" nicht. Auch bei der Ananas muss er passen und rät einfach drauf los: "Kiwi?". Auch das Klopfen auf den Kopf hilft nicht ...
Meret erwische ich gerade noch rechtzeitig beim "Fühlen". Sie errät als letzten ihrer zu erratenden Gegenstände die Kartoffel. Bravo Mädel!
Christof geht dermaßen schnell durch den "Fühl-Test", dass ich einen regen Austausch mit vorherigen Ratern vermute. Schneebesen, Tesaabroller, Taschenrechner, Taschentuch und Schraubenzieher sind schnell "erfühlt". Klar, streitet er regelbrechende Hilfen ab. Hätte ich auch getan. Würde sich ja negativ auf den Punktestand auswirken ...
Jetzt mal der Tipp für die nächsten Kindergeburtstage: tolles Spiel, einfach nachzumachen und alles läuft in geregelten Bahnen! Herz, was willst du mehr?
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Man könnte meinen, heute wäre Freitag der dreizehnte!
Dabei ist heute Donnerstag, der 19.08.2010.
Horrorszenarien spielten sich heute ab! Echt! Aber dazu später mehr ...
Die Tagesplanung heute stellte sich heute morgen so dar: Mit Elisabeth und unserem gemeinsamen Chef, Jugendamtsleiter Thomas Krützberg, der, wie jedes Jahr, alle Standorte besucht, fahren wir nach Wedau zur Bezirkssportanlage. Hier und im Stadtpark Meiderich, unserem zweiten Ziel, werden heute Fußballturniere ausgetragen. Ein Schnupper-Tauchkurs in der Schwimmhalle Großenbaum rundet unsere Tour ab.
"Hast du auch deine Badelatschen dabei?" frage ich noch kurz vor der Abfahrt meinen Chef, worauf er erwidert "nicht nur die, ich hab auch ein Handtuch eingepackt!" (ja wie jetzt, will er etwa mitschwimmen?), "wozu ein Handtuch?" frag ich dann auch gleich "zum Füße trocknen, was denn sonst?" kommt die Antwort prompt. Oha! Nassen Fußes will der Herr nicht in sein Schuhwerk steigen, ok, Elisabeth und ich sind da pragmatischer veranlagt, zur Not müssen die Hosenbeine herhalten ... aber dazu später mehr ...
In Wedau angekommen waren die Spiele auch schon in vollem Gange. "Hurra"-rufe, Anfeuerungen und Gewinnerjubel übertönten alle anderen Gesprächsversuche. Kleine Cheerleaderinnen führten mir ihr Tanzprogramm vor und stimmten ihre Siegesgesänge an.
Die, die nicht Fußball spielen wollten oder Pause hatten, beschäftigten sich anderweitig auf dem Gelände, bemalten sich die Arme, verteilten und verzehrten Obst und waren zufrieden mit sich selbst und der Welt.
Und dann kam die erste Misere des heutigen Tages: meine Kamera versagte! Aber sowas von! Nichts ging mehr. Rien ne va plus! Und was ich mir nachher alles anhören musste! Das darf ich an dieser Stelle gar nicht veröffentlichen. Nur soviel: ich stehe kurz vorm Rausschmiss! Aber ich bin ja hart im Nehmen! Grins ... Dabei konnte ich gar nichts dafür, wie sich aber erst später herausstellte ... aber dazu später mehr ...
Jedenfalls war ich nur noch damit beschäftigt, die doofe Kamera wieder ans Laufen zu bringen. Seht es mir nach, ihr Verlierer und Gewinner, dass ich euch hier nicht als solche erwähne. Sorry, ich konnte in meiner Not dem Spielverlauf nicht folgen ...
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Mit noch immer defekter Kamera ging es zum Stadtpark Meiderich.
Jörg Seidel, der Organisationsleiter, kann zum aktuellen Spielstand nichts sagen. Er ist kein Fußballfan. Und er schiebt nach: auch kein Biertrinker. Aha!
Die benötigten Informationen erhalte ich von Leon, er spielt bei den Gewinnern mit (es gibt zwar noch keine Gewinnermannschaft, wir stehen nämlich erst kurz vor dem zweiten Halbfinale, aber optimistisch sieht er sich schon als solchen). Die Mannschaft vom Stadtpark Meiderich hat jedenfalls das erste Halbfinale gewonnen und die Abenteuerfarm Robinson und der AWO Bauspielplatz machen das andere Halbfinalspiel unter sich aus.
Und jetzt kommt mal wirklich eine gute Nachricht: Kai Kochannek, Leiter des Standortes, der mir fast jeden Tag meiner Touren hilfreich über den Weg läuft, rettet meine Kamera und damit auch mich! Die Speicherkarte ist Schuld! Ha! Mein Chef zweifelt allerdings weiter an meiner Unschuld, vor allem, weil -wie sich später herausstellte- ausgerechnet die Bilder von ihm und seinen Söhnen "geschreddert" wurden und sonst keine.
Schnell mache ich noch ein paar Fotos -mit neuer Speicherkarte- und greife mir eine Birne, die mir Lisa und Aylin fröhlich anbieten.
Weiter hinten wird Tim beim Elfmeterschießen angefeuert.
Wir fahren weiter nach Großenbaum, denn da ist Schnupper-Tauchen angesagt.
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Was hier jetzt gleich passiert, im Hallenbad Grossenbaum, kann ich selber kaum glauben.
Ordnungsgemäß ziehen wir drei erst mal unsere Badelatschen an. Auf dem Weg zur Toilette merke ich, dass hier irgendetwas nicht stimmt. Die nächste Misere steht an: ich steh so komisch in den Latschen, so in Schieflage und so wackelig. Nein, es liegt nicht an mir. Es liegt an meinen sich auflösenden Adiletten. Ich schau an mir runter und sehe nur schwarz. Das Sohlengummi haftet am Boden, aber ohne mich. Die Dinger lösen sich auf! Nach nur gefühlten 20 Jahren ordentlich eingemottet im Schrank! Die Garantie kann ich wohl vergessen. Ich fasse es nicht ... geh ich halt ohne, barfuss.
Im Schwimmbad treffe ich Dominik Engeln, den Platzassistenten und Andre Nellesen, den Sport-Spezi, beide vom Standort "Die Mühle". Nicht nur deren Stadtrand-Kinder, sondern auch die beiden selber wollen heute den Schnupper-Tauchkurs mitmachen. Noch laufen die Vorbereitungen und jeder, der hier mittauchen will, erhält zunächst eine Einweisung von den TauchlehrerInnen.
Einen der Tauchlehrer erkenne ich auch mit Taucherbrille: "Hallo, Christian" (Christian ist einer der Koordinatoren der Stadtranderholung, siehe Vorberichte) rufe ich ihm entgegen. Aber Christian ist mit den Einweisungen derart beschäftigt, dass er keine Zeit für einen kurzen Schnack hat. Er hat das Spektakel hier eingefädelt, gemeinsam mit der Firma Zeumer aus Bottrop, die kostenfrei das Equipment zur Verfügung stellt. Danke hierfür!
So, jetzt muss ich mal ne kurze Verschnaufpause einlegen und setze mich zur Betreuerin Nadine Kramer vom Standort Ingenhahms Hof. Sie schaut mich an, als wollte sie sagen "nein, bitte nicht ich" und ich beschwichtige sie gleich mit den Worten "wer nicht interviewt werden will, darf mich auch anschweigen". Ich tu keinem was. Ich will nur spielen! Da lächelt Nadine und lehnt sich entspannt zurück. Die Mädels vor uns am Beckenrand, Chantal I, Chantal II und Selina sind neugieriger. "Woher kommst du, wohin gehst du, was tust du....?" Moment mal! Die Fragen hier stelle doch ich! Nachdem ich dann aber Rede und Antwort gestanden habe (ich sage nur www.duisburg.de), erzählt mir Chantal I bereitwillig, dass sie den Schnuppertauchkurs schon hinter sich hat und es "cool" war und es aufregend sei, unter Wasser atmen zu können.
Die Betreuer vom Jugendzentrum Rumeln, Dustin Schillack und Andre Mehringer laufen mir hier heute öfter über den Weg. Sie können zwar zum bisherigen Ablauf der Stadtranderholung nicht viel beitragen, außer "das alles im grünen Bereich ist", überholen mich aber immer, wenn neue Presseleute das Bad betreten. "Wer ist dies, wer ist jenes?". Jungs, weiß ich doch auch nicht! Kauft in den nächsten Tagen sämtliche Zeitungen und hört Radio. Vielleicht seid ihr irgendwo dabei ...
Florence, geschätzte 10 Jahre alt (hab vergessen zu fragen, wie alt die Kleine ist), will gleich auch tauchen. Sie ist ein bisschen aufgeregt, hat aber keine Angst. "Es sind ja genug TauchlehrerInnen dabei" belehrt sie mich. Recht hat sie! Florence hat im Urlaub am Riff schon geschnorchelt und hat somit schon Vorkenntnisse unter Wasser, allerdings mit Fischen und Octopuss-babys, nicht mit TauchlehrerInnen. Das Tauchen darf für sie aber ruhig etwas anspruchsvoller sein, sagt sie, nicht zu leicht.
Und dann ist die Kleine auch schon dran: Christian winkt sie zur Einweisung. Bevor es richtig los geht, rät er ihr noch, während des Tauchens nach links zu schauen, dort wo das Licht der Sonne hereinscheint. Na, das hört sich ja spannend an.
Abwartend stehe ich am Beckenrand. Jetzt will ich natürlich auch wissen, wie es so war, da unten im Wasser. "Bor, das war super" sind die ersten Worte nach dem Tauchkurs. Spaß hat es gemacht "und der Lichtstrahl unter Wasser war unglaublich". Auf meine Frage, ob jetzt ein richtiger Tauchkurs auf die Wunschliste kommt, nickt sie heftig. Scheint eine Überlegung wert zu sein ...
Chantal II fasst den Tag im Schwimmbad einfach mit den Worten zusammen: "hammerhammerhammergeil!" Klar, hab ich vorher meinen Chef gefragt, ob ich das so schreiben darf, noch hab ich ja die Kündigung nicht schriftlich ...
Am Ende des Tages bleibt festzuhalten: einige der Fotos sind wegen der defekten Speicherkarte nichts geworden (ja Chef, bleib ruhig!), aber ich bin unschuldig! Echt!
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Discotime! Yeah!
Heute, am 24.08.2010, fahre ich mit meinem Chef in die Disco!
Wer bitte, außer mir, kann das behaupten?
Es ist 11 Uhr, an sich keine schlechte Zeit für einen Discobesuch. Hier und jetzt ist es aber der späte Morgen bzw. der frühe Mittag.
Apropos Mittag: Am Delta Music Park angekommen, sehe ich jeden zweiten Besucher mit einem Bratwurstbrötchen herum laufen. Das lassen wir uns nicht entgehen! Diesmal aber ohne Ketchup .... (zur Erinnerung: bei meinem letzten Versuch Bratwurst mit Ketchup zu verspeisen, hatte ich mehr Ketchup auf T-Shirt und Hose, als auf der Wurst!). Weil ich mich vordrängele, krieg ich auch gleich den ersten Seitenhieb von meinem Chef. "Muss mich beeilen, bin ja nicht zum Spaß hier" erkläre ich schmunzelnd und schwirre ab zu meinem ersten Interview ...
Ich stürze mich ins Getümmel. Ca. 1500 Kinder sind hier, ich schätze mal 1499 befinden sich gerade unmittelbar um mich herum ....uuuaahhhh.....schieb, drängel! Es wird getanzt, die Musik dröhnt aus den Lautsprechern (jetzt weiß ich auch warum die Dinger LAUTsprecher heißen) und in meinen Ohren herrscht ein einziges Dröhnen! Allen -außer mir- scheint es aber mächtig zu gefallen (Hilfe, nein, ich will keine Spaßbremse sein!). Ein Betreuer steigt mir auf den Fuß, hallo, bei Schuhgröße 37 schon fast eine Kunst! Entschuldigen braucht er sich nicht, hier würde ich eh nichts verstehen. Interview hier? Geht nicht. Vielleicht bin ich doch schon zu alt für so was? Ich muss mal eben raus hier, Luft schnappen. Ächz!
Lena, Celine und Lea sitzen abseits der eigentlichen Disco und laben sich an ihren Brötchen. Ich darf mich zu ihnen setzen. Celine, die mit dem Ellbogen an ihrer Serviette klebt, erzählt mir, dass sie schon ein bisschen getanzt hätten, aber drinnen sei es doch sehr laut. Und zum Quatschen ist es hier netter. Wie wir Mädels denn so sind ... so´ n reger Austausch ist halt wichtig! Was auch immer hier gerade das Thema der Unterredung war, so recht rücken die jungen Damen nicht raus mit der Sprache. Geh´ ich eben weiter.
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Da drüben stehen meine Cheerleader Mädels von Wedau ...
Lisa 1, Lisa 2, Hannah und Marie wollen unbedingt noch mal aufs Foto. Zu Recht beschweren sie sich, dass das Foto von letztens, als sie die Pyramide vorgeführt hatten, nicht im Internet veröffentlicht wurde. Ja, wie denn auch, wenn die Kamera streikt (das ist jetzt wieder Öl auf die Wunden meines Chefs)! Klar, lasse ich mich zu einem neuen Foto überreden. "Bitte recht freundlich" und: Klick! Die Vier wollen demnächst, wenn sie groß sind, jeden Tag in die Disco gehen. Und ihren Junggesellinnen-Abschied wollen sie auch hier feiern. Lach ... na das hat ja nu wirklich ein bisschen Zeit!
An der Bar sitzen Justin 1 und Justin 2 (ich weiß auch nicht, warum es hier alle im Doppel gibt und dann auch noch miteinander befreundet sind) und Dennis. Dennis hat sich einen Bart angemalt. Ob er damit älter aussehen oder Mädels beeindrucken will, verrät er mir nicht. Geheimnisvoll grinst er mich an. Justin 2 fällt mir wegen seiner tollen Muster im Haar auf, er war für den heutigen Tag extra beim Friseur. Jedenfalls tragen die Jungs ganz schön dick auf, womit, verschweig ich lieber an dieser Stelle...
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Mittlerweile herrscht am Bratwurststand Massenandrang.
Tanzen macht eben hungrig und durstig. Weiter hinten wird Nachschub geliefert. Bratwurst, Brötchen und Getränke werden kistenweise angeschleppt.
Ok, ich dreh noch ne Runde durch die Disco. Puh, ist nicht leerer als vorhin. Und auch nicht weniger wuselig. Die Kids rocken jetzt richtig ab. Egal ob auf "Wacka-wacka" oder "die Hände zum Himmel" hier wird gehopst was das Zeug hält, Polonaise getanzt und mitgesungen -ohne Rücksicht auf Verluste- zum Beispiel auf mich! Kinder, was ist es schön draußen!
Schnell noch Fotos vom Chef und seinen beiden Jungs geknipst -das war ich ihm schuldig- und dann raus hier!
Draußen treffe ich auf Gezal, Selina und Chantal 2 (Chantal 1 ist heute nicht dabei). Die Mädels habe ich schon beim Schnupper-Tauchen kennen gelernt. Gezal ist zum letzten Mal als Stadtrand-Kind dabei, aber mit 16 will sie als Betreuerin mitmachen. Das hört die Stadtrandreporterin gerne! Das kommt gut an und macht einen schlanken Fuß ... Peinlich berührt erzählt sie mir im Vertrauen, dass sie vorige Tage beim Schwimmen ins Babybecken gefallen ist. "Aber das schreibst du nicht in deinem Bericht", droht sie mir. "Nein, Gezal, kommt ja gar nicht in Frage" und die wir anderen lachen verschwörerisch...
14 Uhr, alle sind glücklich und zufrieden. Ein paar verschwitzte Kinder kreuzen lachend meinen Weg. So langsam machen wir uns auf den Weg zurück ins Büro. Fast hätte ich gesagt "Gott sei dank ..."! Mein Kollege Olli ist nämlich ein ganz ruhiger.
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Ich finde, der Wetterfrosch ist während der letzten Wochen zu oft die Leiter runter gehoppst,
als dass man ihm auch nur noch eine einzige altersschwache Fliege gönnen würde ...
Heute schüttet es wieder aus Kübeln und ich überlege jetzt schon, wie ich am Besten mit Kamera, Block, Stift und Regenschirm gleichzeitig jongliere. Hoffentlich wird's keine Zirkusnummer ... wobei: die Lacher hätte ich sicher auf meiner Seite.
Am letzten Tag der Stadtranderholung, aber nicht dem letzten Tag meiner Berichterstattung, geht es noch einmal nach Wedau. (Morgen findet noch die Abschlussparty der BetreuerInnen statt und da werde ich natürlich noch einmal als Spion auftauchen und aus dem Nähkästchen plaudern! Ich bitte aber um ein paar Tage Geduld, denn bevor ich meinen allerallerletzten Bericht veröffentliche, fahre ich 2 Wochen nach Bayern, ich habe Urlaub, juchu!)
Bei der heutigen Abschlussfeier in Wedau sind auch die Eltern der Stadtrand-Kids dabei. Angekündigt ist ein Kinderfest mit kleinen Showeinlagen und es gibt eine Tombola. Bin gespannt, was mich erwartet! Vielleicht gewinne ich ja etwas ...
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Na, das fängt ja gut an!
Der Platz steht unter Wasser, ich hätte mich fast auf den nicht vorhandenen Bart gelegt und die Tombola ist schon vorbei, alle Preise sind vergeben! Toll! Als kleine Entschädigung gibt es aber einen Döner, mmhhh, lecker.
Da es mal wieder regnet, sitzen wir mit "echten" Presse-Kollegen im Zelt und mein Chef zieht Bilanz. Alles ist super gelaufen, trotz des miesen Wetters wurde die gute Stimmung beibehalten, kleine Unebenheiten wurden erfolgreich begradigt, die BetreuerInnen haben einen tollen Job gemacht und der Jugendamtsleiter hat 2 kg zugenommen, weil er überall alles probieren musste ... Diesen Worten schließe ich mich voll und ganz an!
Die anschließende Abschlussveranstaltung ist das letzte Highlight hier: Im großen Zirkuszelt führen die Kinder in ihren Gruppen kleine Vorführungen auf. Über 200 Kinder und zahlreiche Eltern lauschen Vorträgen, Gesängen, Danksagungen und dem Zirkusdirektor, Stefan Krebs, der die jeweiligen Beiträge ankündigt. Und nicht nur das: Stefan steppt selber, singt im Hintergrund, weil die Musik aus dem Recorder streikt und feuert an ... ein Job als Animateur stünde ihm auch gut zu Gesicht! Nach jeder Darbietung wird applaudiert und gejubelt.
So langsam geht's ans verabschieden. Hier und da werden BetreuerInnen umarmt, ja, es laufen sogar vereinzelt Tränen. Die ersten Schwüre, sich nächstes Jahr an dieser Stele wieder zu sehen, wurden gegeben ... und auch wir verabschieden uns. Für dieses Jahr.
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An dieser Stelle möchte ich mich bei allen BetreuerInnen bedanken,
die mir jederzeit hilfreich und mit Humor zur Seite gestanden haben. Danke auch für die Verpflegung während meiner Besuche! Ohne euch wäre ich vermutlich verhungert und verdurstet. Auch bei den Kindern, ohne deren Mitarbeit kein Interview zustande gekommen wäre, bedanke ich mich ganz herzlich.
Respekt an meinen Chef, Leiter des Jugendamtes, Thomas Krützberg, der nicht nur die Idee für meinen Nebenjob hatte, sondern auch meine Berichte durchweg so zugelassen hat, wie ich sie geschrieben habe - Zensur war hier kein Thema! Danke Thomas!
Hut ab vor Elisabeth! Die Gute managet die gesamte Stadtranderholung, steht jederzeit für alle Rede und Antwort, ist dabei immer gut gelaunt und lacht, auch wenn mal was daneben geht ... Die Frau hat einfach alles im Griff! Ihre (fast hätte ich gesagt "putzigen") Helfer (aber das hören sie nicht gerne), Tobias, Christian, Harald, Sonja, Mette und Mitarbeiter des haustechnischen Dienstes haben sie mit all ihren Kräften unterstützt - ihr alle zusammen seid ein tolles Team!
Ganz doll gefreut habe ich mich über die durchweg positiven E-mails, Anrufe und persönlichen Gespräche, in denen "meine" LeserInnen die Lektüre als "wunderbar", "köstlich" und "Spaß machend" beschrieben haben und teilweise neidisch auf mich waren. Ich will mehr ...
Zum guten Schluss noch: danke an Olli, meinem Kollegen, der ab und an Korrektur gelesen hat und die Fehler genauso übersehen hat wie ich selber ... kicher ... der mir aber auch immer wieder die Tücken der Technik, sei es mit den Kameras oder dem Computer, aufgezeigt hat und mich auch ansonsten unterstützt hat, wo er konnte.
Mädels, Jungs, ich hoffe, wir sehen uns nächstes Jahr wieder ... und dann besuche ich auch die Standorte, die ich in diesem Jahr leider zeitlich nicht unterbringen konnte.
Liebe Grüße an euch alle, eure rasende Reporterin!
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Mein letzter Artikel in 2010:
Was schreibt man über eine Veranstaltung, bei der mir fast nur Geschichten zugetragen werden, die ich "bloß nicht veröffentlichen soll"?
Also mal ehrlich, ihr lieben Erzähler, erst macht ihr mir den Mund wässrig und dann heißt es "ist aber nicht fürs Internet gedacht", "ist alles tutti kompletti geheim". Dabei habe ich spannende Geschichten vernommen: "wer mit wem" und "wer mit wem nicht" und anderen Klatsch und Tratsch … eigentlich alles, was die Menschheit wirklich interessiert! Aber: ich habe gleich mehrere Maulkörbe verpasst gekriegt und muss mich somit auf Tatsachenberichte beschränken:
Wovon ich eigentlich rede: meinem letzten Auftritt als Stadtrandreporterin auf der Abschiedsparty, die für die BetreuerInnen und HelferInnen ausgerichtet wird. Die Feier gilt als Dankeschön für alle Mitwirkenden und jeder darf sich an den köstlichen Speisen und Getränken laben, wie er bzw. sie mag. Eigens für diese Zusammenkunft steht draußen ein Grillwagen, in dem sich Hähnchen, Rippchen und Haxen genüsslich drehen, dazu werden verschiedene Salate gereicht. Nicht schlecht!
Nachdem alle Geladenen eingelaufen sind, geht los mit den Danksagungen. Elisabeth, die sich vor Ihrem Auftritt immer erst ein Bierchen genehmigt, weil das Reden dann flüssiger von den Lippen geht, steigt auf das Podium. Die nette Ansprache gilt natürlich allen HelferInnen. Insbesondere werden heute aber die geehrt, die schon seit 10 Jahren dabei sind. Fast jede/r wird namentlich benannt und aufs Podest berufen, um eine Urkunde und ein kleines Geschenk entgegenzunehmen.
Leider wird ein Mädel vergessen (auch sie ist seit 10 Jahren Betreuerin) und auch unser aller Chef, Jugendamtsleiter Thomas Krützberg, bemängelt schmunzelnd, auch er sei seit 10 Jahren dabei und verdiene ein anerkennendes Wort … Elisabeth, Meisterin der Improvisation zaubert noch zwei Geschenke hervor und schiebt schnell ein paar dank sagende Sätze hinterher. Der geübte Chef lächelt derweil über die kleine Peinlichkeit und ruft das bereits erwartete "das Buffet ist eröffnet" aus!
Eine Minute später steht die eine Hälfte der Partygäste am Grillwagen, die andere an der Bar. Je nach Frierfaktor und Kleidung setzen sich die meisten nach draußen, einige verweilen lieber im Warmen.
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Gemeinsam mit Olli, meinem Kollegen, mische ich mich unters Volk.
Wir lassen uns am Biertisch nieder, testen das goldene Getränk und befinden es für gut. Um uns herum ausschließlich junge Leute. Gegenüber sitzt Daniel und ich zwinge ihm direkt ein unverfängliches Gespräch auf, das ist ja schließlich mein Job.
Daniel studiert Sozialwissenschaften und will Lehrer werden. Er mag die Poesie und liebte es schon früher mit seiner Oma Geschichten zu lesen. Als Deutschlehrer für Kinder sieht er seine Zukunft. Ein schulisches Praktikum an der Grundschule hat er bereits hinter sich. Im Kinderheim hat er auch schon gearbeitet. Macht wirklich einen sehr selbstbewussten Eindruck, der junge Mann! Neben Daniel sitzt Laura. Sie macht ein Teilzeitstudium als Sozialpädagogin in Nimwegen. 2 ½ Jahre hat sie noch vor sich und würde danach gerne in der Kinder- und Jugendarbeit tätig sein. Auf meine Frage, ob sie sich vorstellen könne, beim Jugendamt zu arbeiten, antwortet sie locker: "klar".
Mein Bild, das ich mir in den vergangenen Tagen von den BetreuerInnen gemacht habe, bestätigt sich heute wieder: alle sind motiviert und haben Spaß an der Arbeit mit Kindern. Viele von ihnen studieren und haben ein festgestecktes Ziel. Heißt es doch oft: die Generation "jung" ist doof und ungebildet, stoße ich hier ausschließlich auf junge Erwachsene, die pflichtbewusst Kinder auf den richtigen Weg bringen wollen und gerne hier mitarbeiten.
Während ich hier so sitze und quatsche, kommt die Party in Gang. Die ersten Mädels und Jungs schwingen bereits ihre Tanzbeine. Manch eine(r) singt lautstark mit ...
Für mich wird es Zeit die Heimfahrt anzutreten. Morgen muss ich früh raus, ich fahre in meinen wohlverdienten Urlaub!
Bei meiner Verabschiedung bekomme ich auch noch meine kleine mündliche Urkunde vom Chef: "Das hast du sehr gut gemacht als Stadtrandreporterin!" (hört sich nach einer Fortsetzung in 2011 an). Mit einem Lob im Rücken lässt es sich jedenfalls ganz entspannt in Urlaub gehen …




















