Bilderstrecke Angerpark

Bilderstrecke Landmarke

Angerpark mit Landmarke

Entstehung des Angerparks

Die Anlage des Angerparks mit einem zentralen Aussichtsgipfel, zahlreichen Anpflanzungen und einem umfangreichen Wegebau umschließt die ehemalige MHD-Werksdeponie und bezieht angrenzende Flächen ein. Der vollständig asphaltierte Aufstiegsweg, der den gesamten Fuß der Heinrich-Hildebrand-Höhe umrundet und dann spiralförmig zum Gipfel aufsteigt, hat eine Gesamtlänge von ca. 2,7 km. Auf den angrenzenden Grünflächen wurden weitere Wegeverbindungen mit einer Gesamtlänge von rd. 1 km angelegt, die mit Hartkalksteinschotter befestigt sind. Entlang der neuen Wege und auf dem Gipfel laden zahlreiche Parkbänke zum Verweilen im Angerpark ein.

Die landschaftsplanerische Gestaltung des Angerparkes beinhaltet außerdem die Anpflanzung von 300 Hochstämmen, rd. 55.000 Jungpflanzen und eine Wieseneinsaat als Erstbegrünung. Je nach Hangexposition wurden z. B. Eichen, Erlen, Weiden, Birken, Eschen und Pappeln gepflanzt.

Entlang des Angerbaches erschließt der neue Angerbachweg für die Duisburger Bürger mit einem Rad- und Fußweg vom Park Biegerhof über den Angerpark einen neuen direkten Zugang an den Rhein. Auf ca. 1,2 km Länge folgt der Weg dem Lauf des Angerbaches. Ausgehend von der Mündelheimer Straße verläuft er zunächst auf der südlichen Talseite des Baches und setzt sich über die bestehende Brücke in den Angerpark fort. Dort wurde der bereits früher bis zur Unterführung unter der Ehinger Straße bestehende Wegabschnitt wiederhergestellt. Westlich der Ehinger Straße wurde das enge Tal des Angerbaches zur Anlage des Angerbachweges bis an den Rhein umgestaltet. Weitere Zugänge zum Angerbachweg wurden von der Kaiserswerther Straße sowie der Berzeliustraße aus angelegt.

An der Angermündung, am Rheinportal Angerort, gegenüber dem historischen Haus Angerort ermöglicht ein Aussichtsstieg spektakuläre Ausblicke auf die Rheinschifffahrt und die Rheinufer des Duisburger Südens. Der gut ausgebaute Fußweg zum Aussichtssteg am Rheinportal Angerort.

Um die Aufenthaltsqualität und eine naturnahe Gestaltung zu schaffen, hat der Angerbachweg eine geschwungene Linienführung und ist durchgängig mit Hartkalksteinschotter befestigt. Entlang des Weges wurden Sträucher gepflanzt, im Böschungsbereich Wiesen angesät. Neben dem weitgehenden Erhalt des vorhandenen Baumbestandes geben Neupflanzung von Eschen, Weiden und Erlen dem Angerbachtal räumliche Dimension. Ein weiteres funktionales Gestaltungselement sind Gabionen, die eine Bepflanzung von Büschen im sehr steilen Böschungsbereich zum ehemaligen MHD-Werksgelände ermöglichen.

Entlang des Angerbachweges wurden durch den Huckinger Bürgerverein mit Unterstützung der Bezirksvertretung Duisburg Süd bzw. den Hüttenwerken KruppMannesmann (HKM) zur Anbindung an den Historischen Wanderweg im Angerland Tafeln errichtet, die über die Medeforter bzw. Angerorter Mühle und das Haus Angerort informieren.

Der interessante Aussichtsstieg über dem Rhein an der Angerbachmündung neben dem historischen Haus Angerort bildet ein lohnendes Ziel für den Angerbachweg. Auch hier laden Parkbänke Besucher zum längeren Verweilen ein.

Der Andrang war groß bei der Eröffnung des Angerparks am 7. November 2008 durch Landesumweltminister Eckhard Uhlenberg, Oberbürgermeister Adolf Sauerland, Stadtdirektor Dr. Peter Greulich und Bezirksbürgermeister Arno Müller. Zahlreiche Bürger nahmen den Angerpark mit einer Gipfelbesteigung in Besitz und sahen ihre Erwartungen bestätigt. Der Gipfel der Heinrich-Hildebrand-Höhe bot einen weiten Blick über den Duisburger Süden mit Aussicht auf den Rhein.

Im Beisein der Witwe des namengebenden, 2004 verstorbenen Heimatforschers wurde auf dem Gipfelplateau der Heinrich-Hildebrand-Höhe eine Gedenktafel enthüllt, die seine Verdienste um die Heimatgeschichte würdigt und sein Andenken bewahrt.

Dieses Vorhaben wurde von der Europäischen Union kofinanziert. 
Europäischer Fonds für regionale Entwicklung.

Dieses Projekt wurde mit Unterstützung des Landes NRW im Rahmen des Ökologieprogramms im Emscher-Lippe Raum durch die Bezirksregierung Münster in Zusammenarbeit mit der Bezirksregierung Düsseldorf gefördert.


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Landmarke Angerpark "Tiger Turtle - Magic Mountain"(Heinrich-Hildebrand-Höhe)

Landmarke "Tiger & Turtle - Magic Mountain"Großbildansicht
Landmarke "Tiger & Turtle - Magic Mountain"

Ab Herbst 2011 soll die neue Landmarke "Tiger & Turtle - Magic Mountain" von Heike Mutter und Ulrich Genth die Hildebrand-Höhe schmücken.

Aus der Ferne soll die begehbare Skulptur dynamisch wie ein Tiger wirken, wogegen die Besucher, die sie zu Fuß erorbern, sie ganz langsam - wie eine Schildkröte - erkunden.

Optisch erinnert das gut 20 m hohe Kunstwerk mit seiner geschwungenen Form an eine Achterbahn. Besucher folgen dem ca. 200 m langen Track und können die umgebende Landschaft aus unterschiedlichen Perspektiven wahrnehmen. In einer Höhe von 85 Metern ü. NN eröffnet sich ihnen ein spektakulärer Blick über den Rhein.

Die Materialien Stahl und Zink stellen einen historischen Bezug zum Standort her, an dem einst Zink hergestellt wurde und an dem mit Krupp Mannesmann ein wichtiges stahlverarbeitendes Unternehmen angesiedelt ist.

Mit "Tiger & Turtle - Magic Mountain" entsteht ein Ort des Vergnügens, sowohl für diejenigen, die ihn aktiv erobern, als auch für die aus der Ferne schauenden Anwohner und Besucher. Nachts wird die Skulptur mit ihren rasanten Windungen hell erleuchtet. Die neue Duisburger Landmarke wird der Licht- und Landmarkenkunst im Ruhrgebiet eine neue Wendung geben.


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Historie des Angerparks

Gut 5 Monate nach dem Insolvenzantrag der MHD Sudamin GmbH (Mai 2005) teilte der Insolvenzverwalter der Gläubigerversammlung am 18. Oktober 2005 die endgültige Stilllegung des Betriebes der  MHD Sudamin GmbH (vormals Metallhütte AG Duisburg) mit. Damit endete nach fast genau einem Jahrhundert die industrielle Herstellung (Verhüttung) von Zink(erzen) an diesem Standort in Wanheim-Angerhausen. Mit dieser Stilllegung wurde gleichzeitig der Weg freigegeben für eine Neunutzung des Geländes. Aber mit dieser Stilllegung traten auch die teilweise dramatischen Umweltbelastungen/-gefährdungen als Hinterlassenschaften der "maroden" Zinkhütte zu Tage, die sofortige Sicherungsmaßnahmen durch die öffentliche Hand (Land NRW und Stadt Duisburg) erforderlich machten. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft zur Heranziehung der eigentlichen Verursacher dieser Umweltbelastungen dauern bis heute an.

Schon im Spätherbst 2005, unmittelbar nach der Insolvenz der MHD Sudamin GmbH, begann die gezielte Beseitigung der größten Umweltgefahren. Gleichzeitig wurden erste Überlegungen zu den Möglichkeiten der Neunutzung der Flächen angestellt, sowie mit der Suche nach Partnern für die Flächenentwicklung begonnen. Bereits im Dezember 2005 fiel die grundsätzliche Entscheidung der logistischen Neunutzung des Werksgeländes sowie zur Errichtung eines großzügigen Landschaftsbauwerkes (Grünzug "Angerpark")  im eigentlichen Deponiebereich. Für die Aufgabe die Entwicklung des ehemaligen Werksgelände zu einer "Logistik-Fläche" konnte die Logport GmbH gewonnen werden.