Organisation der Bürgerforen
Gründung der Bürgerforen im Herbst 2008
Im Zeitraum von September bis November 2008 wurde in allen sieben Stadtbezirken der Stadt Duisburg durch das Stadtentwicklungsdezernat und mit Unterstützung der Bezirksämter zur Gründung von Bürgerforen aufgerufen. In den Bezirken wurden zunächst Auftaktveranstaltungen durchgeführt, zu denen die "organisierte" Öffentlichkeit wie z.B. Bürgervereine, Kirchengemeinden, lokale Initiativen, Sport- und Kulturvereine sowie die breite Öffentlichkeit eingeladen wurden.
In den Auftaktveranstaltungen warben der Oberbürgermeister Adolf Sauerland und der Stadtbaurat Jürgen Dressler zusammen mit dem Leiter des Amtes für Stadtentwicklung und Projektmanagement Martin Linne und dem Projektleiter Arne Lorz sowie dem jeweiligen Bezirksamtsleiter für die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an den selbst zu organisierenden und inhaltlich frei arbeitenden Bürgerforen.
Die interessierten Bürgerinnen und Bürger wurden zu einer zweiten konstituierenden Sitzung zur Gründung des Bürgerforums eingeladen. Im Verlauf der Sitzungen wurden Arbeitsgruppen gebildet sowie ein/e Sprecher/in für die jeweilige Arbeitsgruppe und für das gesamte Bürgerforum gewählt. Sowohl die Auftaktveranstaltungen als auch die konstituierenden Sitzungen wurden durch zwei beauftragte Büros professionell moderiert, methodisch angeleitet und dokumentiert.
Erfolgreicher Auftakt
Zu den Auftaktveranstaltungen kamen insgesamt über 700 interessierte Duisburgerinnen und Duisburger, von denen ca. 300 Bürgerinnen und Bürger die sieben Bürgerforen in allen Stadtbezirken gegründet haben. In den einzelnen Bürgerforen wurden wiederum insgesamt 27 Arbeitsgruppen gebildet, in denen sich die Teilnehmer sowohl thematisch als auch stadtteilbezogen mit ihrem Bezirk planerisch auseinandersetzten.
Diskussion und Austausch in den Bürgerforen
Die Bürgerforen haben über ein Jahr bis zum Spätsommer 2009 intensiv und in regelmäßigen Arbeitssitzungen über die zukünftige Entwicklung der Gesamtstadt und ihrer Stadtbezirke diskutiert. In unregelmäßigen Abständen haben sich die Arbeitsgruppen und die Bürgerforen aus den verschiedenen Stadtbezirken auch untereinander ausgetauscht. Die Beteiligung war dabei in allen Bürgerforen weiterhin hoch; schätzungsweise nahmen 150 bis 200 Bürgerinnen und Bürger aktiv an den Foren teil und haben ihre Kenntnisse, Ideen und Vorstellungen zur zukünftigen Stadtentwicklung in den Prozess eingebracht.
Unterstützung durch das Projektteam
Das Projektteam Duisburg2027 hat die Bürgerforen bei ihrer Diskussion begleitet und unterstützt. Es steht auch weiterhin in Kontakt mit den Sprecherinnen und Sprechern der Bürgerforen.
Planungsunterlagen und Informationen wie z.B. Kartengrundlagen, Statistiken, Studien etc. wurden auf Anfrage zusammengestellt oder zuständige Ansprechpartner in der Verwaltung benannt. Auf Wunsch hat das Projektteam auch an Treffen einzelner Arbeitsgruppen teilgenommen und sowohl für inhaltliche als auch organisatorische Fragen zur Verfügung gestanden.
Übergabe der Ergebnisse an das Projekt Duisburg2027 im Herbst 2009
Ihre Ergebnisse haben die Bürgerforen Ende Oktober 2009 dem Projektteam übergeben. Die umfangreichen und kreativen Beiträge der Bürgerforen bestätigen den gewählten Ansatz: "Das Zukunftsprojekt Duisburg 2027 unter starker Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern durchzuführen, hat sich als richtig erwiesen. Hier sind Aspekte zusammengetragen worden, die sich direkt aus dem Lebensumfeld ergeben. Sie liefern wertvolle Beiträge für eine Zukunftsausrichtung der Stadt", bewertet Martin Linne, Amtsleiter für Stadtentwicklung und Projektmanagement, die Ergebnisse.
Öffentliche Vorstellung der Ergebnisse im Februar 2010
Ausstellung der "Duisbürgerideen" im März und April 2010
Die Ideen der Bürgerforen sowie die Ergebnisse der Jugendbeteiligung wurden ab Mitte März 2010 zunächst in den sieben Stadtbezirken und anschließend vom 19. bis zum 30. April 2010 im Forum Duisburg auf der Königstraße in der Ausstellung "Duisbürgerideen" gezeigt.
Eine Diskussionrunde zu den Ergebnissen der Bürgerforen im Rahmen von "Stadtentwicklung im Dialog" bildete den Abschluss der Ausstellung. Sprecher aller im Rat der Stadt vertretenen Parteien zeigten sich beeindruckt von dem Engagement und der Vielzahl guter Ideen.
Wie geht es weiter?
Die Ergebnisse der Bürgerforen sind neben den Fachkonzepten der Verwaltung in den Entwurf der Strategie für Wohnen und Arbeiten eingeflossen, als "Duisbürgerideen" kenntlich gemacht und den strategischen Zielen zugeordnet. Auch in den anschließenden Planungsphasen, insbesondere bei der Erarbeitung der Teilräumlichen Entwicklungskonzepte Duisburg-Nord, -Mitte/Süd und -West, werden die Ideen und Anregungen der Bürgerforen Berücksichtigung finden.
Dank an alle Teilnehmer der Bürgerforen
Wir möchten uns an dieser Stelle im Namen des Oberbürgermeisters und des Stadtbaurats herzlich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Bürgerforen für das große Engagement und die eigenverantwortliche Erarbeitung der Beiträge bedanken. Wir hoffen, diesen positiven Austausch zwischen Bürgerschaft und Verwaltung in Zukunft weiter fortzuführen.


