Bürgerforum Homberg/Ruhrort/Baerl

Auftaktveranstaltung Homberg/Ruhrort/Baerl

AlternativtextGroßbildansicht
OB Adolf Sauerland bei seiner Begrüßung

Überrascht zeigte sich Projektleiter Arne Lorz über die große Resonanz in der Aula der Erich-Kästner-Gesamtschule. Rund 100 Bürgerinnen und Bürger informierten sich aus erster Hand. Thomas Scholle vom beauftragten Büro plan-lokal moderierte den Abend.

Der erste Bürger der Stadt, Oberbürgermeister Adolf Sauerland, war auch bei der zweiten von insgesamt sieben Auftaktveranstaltungen zusammen mit Stadtplanungsdezernet Jürgen Dressler, Planungsamtsleiter Martin Linne und Duisburg2027-Projektleiter Arne Lorz gekommen, um die Form der Bürgerbeteiligung vorzustellen.


Seitenanfang

Wesentliche Aussagen des Oberbürgermeisters

Bei seiner Einführung erläuterte Sauerland die Intention der Foren und stellte die Bedeutung der Ausrichtung einer Stadt - das selbstgewählte Leitbild - heraus.

Statements aus der Rede:
"Zukunft findet statt - mit Ihnen"
"Erarbeitung einer neuen Definition der Stadt"
"Unterschiedliche Leitbilder von Städten, die sich in der Geschichte wandeln (Sodom und Gomorrha, Turmbau zu Babel, autogerechte Stadt, Gartenstadt-Bewegung)"
"Unser Leitbild orientiert sich an einer bürgergerechten Stadt"
"Wir wollen eine Stadt für unsere Bürger, die Bürger sollen die Stadt mit definieren. Sie sind die Quelle der Inspiration, Sie sind diejenigen, die den Rahmen erstellen sollen."



Fachliche Unterstützung wird angeboten

AlternativtextGroßbildansicht
"Ich habe Vertrauen in die Kompetenz der Bürger", sagte Jürgen Dressler.

Stadtplanungsdezernent Jürgen Dressler wies in seinem Vortrag auf den "Dreiklang" zwischen Bürger, Politik und Verwaltung hin. Die Zukunft messe sich an den Bereichen Wohnen und Arbeiten.

Dabei seien die demographischen Veränderungen ("Eine älter werdende Gesellschaft möchte mehr Urbanität!)" und das Phänomen der Schrumpfung ("Die Frage der Stadtentwässerung geht uns alle an: Bei abnehmender Einwohnerzahl werden die gleichbleibenden Erhaltungskosten auf weniger Bürger verteilt.") wesentliche Planungsfaktoren.

Für die weitere Arbeit im Forum bietet er die Unterstützung durch fachliches Material seines Hauses an.


AlternativtextGroßbildansicht
Martin Linne bei seinem Vortrag.

Martin Linne verwies auf die Notwendigkeit eines neuen Flächennutzungsplans, nachdem der derzeit gültige Plan auf dem Wissen und der Einschätzung aus den 70er Jahren beruht.

Er stellte auch plastisch die Idee der Betrachtung einer möglichen Zukunft durch fünf Zukunftsbrillen (entwickelt von Dr. Pero Micic, Experte für Zukunftsmanagement) vor.



Hohe Beteiligungsquote im weiteren Verfahren zeichnet sich ab

AlternativtextGroßbildansicht
Die Teilnehmer haben sich fürs kommende Jahr viel vorgenommen.

Nach einer ersten Diskussions- und Fragerunde zum Abschluss des Einführungsabends schlugen die Bürgerinnen und Bürger erste Themenfelder vor.

Dabei konnte das Bezirksamt schon erfreulich viele Voranmeldungen für die anstehende konstituierende Sitzung noch im November 2008 bilanzieren.


Konstituierenden Sitzung am 05.11.08

 

Am 05.11.08 war das Kultur- und Freizeitzentrum Augustastr. 48 Tagungsort für die konstituierende Sitzung des Bürgerforums Homberg/Ruhrort/Baerl.

Rund 30 Teilnehmer wählten  Forumssprecher und Vertreter und legten insgesamt drei Arbeitsgruppen fest:

1 Baerl
2 Homberg
3 Ruhrort

 
In diesem Forum werden die Aufgaben also stadteilbezogen bearbeitet.


Seitenanfang

Ergebnisse des Bürgerforums

Teilnehmer des Bürgerforums Homberg-Ruhrort-BaerlGroßbildansicht
Übergabe der Ergebnisse an den Oberstadtdirektor und den Stadtbaurat

 

Das Besondere am Bürgerforum Homberg/Ruhrort/Baerl war die Aufteilung des Forums in drei Arbeitsgruppen, die sich themenübergreifend mit dem jeweiligen Stadtteil beschäftigten.

Die Arbeitsgruppe in Baerl fordert im Bereich Leben und Freizeit die Sicherstellung und Erweiterung der Nahversorgung, den Erhalt und die Förderung exquisiten Wohnens und den Erhalt des dörflichen Ortsbildes. Im Themenbereich Umwelt wird darauf hingewiesen, keine Industrie zuzulassen. Außerdem sollen Grünflächen erhalten und erweitert sowie ein Park angelegt werden.  Eine wichtige Bedeutung hat auch die Ausweitung der ÖPNV-Verbindungen und der Aufbau eines Radwegenetzes. Im Bereich der Kultur appellieren die Bürger daran, den Bücherbus zu erhalten und das Atelierhaus sowie dessen Umfeld attraktiver zu gestalten.

Die Arbeitsgruppe Homberg empfiehlt die Umgestaltung des Hochhausquartiers Hochheide und anschließend eine Nutzung der Fläche als Sport- und Freizeitanlage. Zudem soll der Hochheider Markt neu gestaltet und gestärkt werden. In Haesen sollte die Industrieanlage zurückgebaut, die Sportanlage modernisiert und die Nahversorgung gestärkt werden. In Homberg wird eine Revitalisierung des Zentrums durch den Bau eines Stadtteilzentrums angestrebt sowie die Nutzung des Rheinpreussenhafens als Wassersportfläche. Zudem wird angeregt, das ehemalige Werksgelände Schmitz&Söhne für hochwertige Wohnbebauung zu nutzen.

Die Arbeitsgruppe in Ruhrort fordert eine Umlenkung des Durchgangsverkehrs um Ruhrort herum und eine Verbesserung der Anbindung an die Innenstadt. Zudem machen die Bürger Vorschläge zur Umgestaltung und Umnutzung öffentlicher Plätze. Im Bereich Umwelt sprechen sie sich für den Erhalt, die Verbesserung und eine Erweiterung von Grünflächen aus sowie für die Schaffung von Ruhezonen.