"Duisburg hat Wohnstandorte mit hohen Qualitäten und Entwicklungsmöglichkeiten"
Zu Beginn seines Vortrags verdeutlichte Christoph Hölters, dass Duisburg durch die industrielle Entwicklung eine disperse Siedlungsstruktur aufweist, die den damaligen Bedürfnissen entsprach. Verdichtete Bereiche befinden sich in den vielen Stadtteilzentren, die die Polyzentralität Duisburgs kennzeichnen. Die vorhandene Stadtstruktur ist nicht gewachsen, sondern durch Gebietsreformen entstanden. Duisburg hat kein Zentrum, das einer Großstadt mit fast 500.000 Einwohnern entspricht, sondern neben der City gibt es viele ebenfalls bedeutsame Zentren in den verschiedenen Stadtteilen.
Besondere Standortqualitäten Duisburgs wie die Lage am Wasser, die Grünstruktur und die Verkehrsachsen, die es zu nutzen gilt, erläuterte er im weiteren Verlauf seines Vortrags anhand von Beispielen. Wohnlagen am Wasser, Wohninseln mit dörflichen Strukturen und Wohnbereiche am Rhein in Gemengelagen verdeutlichen, welche Potentiale in Duisburg vorhanden sind. Laut Christoph Hölters gilt es, die vorhandenen Potentiale zu sichern, die Wasserlage als ein Alleinstellungsmerkmal zu nutzen und weiter zu entwickeln.
Am Beispiel Duissern wurde deutlich, wie durch Neubau bzw. Umbau im Bestand die Standortqualität von Ortsteilen dauerhaft gesichert werden kann. Ein weiteres Instrument der Stadtentwicklung ist der Rückbau verbunden mit der Modernisierung von Großwohnsiedlungen wie in Neumühl oder die Sanierung von qualitätsvollen Altbeständen wie im Dichterviertel in Marxloh. Ebenso wichtig ist es allerdings, die Qualitäten von Standorten wie Ungelsheim durch ein gesundes Maß an Nachverdichtung so aufzubessern, dass den demografischen Prognosen entgegenwirkt und diese Standorte dauerhaft gesichert werden.
Am Beispiel von "Floating Homes" erläuterte Christoph Hölters, wie wichtig es für eine zukünftige Stadtentwicklung ist, sich mit neuen flexiblen und gleichzeitig flächensparenden Wohnformen auseinander zu setzen.
Der Vortrag machte deutlich, dass Duisburgs städtebauliche Struktur Stadtquartiere mit großem Entwicklungs- aber auch Konfliktpotentialen aufweist. Die positiven Entwicklungsmöglichkeiten müssen mit kreativen Ideen und kooperativen Partnern ausgebaut und die Konflikte gelöst werden. Dafür müssen Entscheidungen über nachhaltig tragfähige Entwicklungsrichtungen getroffen werden.

