Stadt Duisburg - Projekt Grüngürtel Duisburg-Nord – Fortschritt für Duisburg

Projekt Grüngürtel

Projekt Grüngürtel Duisburg-Nord - Fortschritt für Duisburg

Seit gut zehn Jahren werden Stadtteile mit komplexen Problemlagen - u. a. Marxloh, Bruckhausen und Beeck - durch Stadt, Land, Bund und Europäische Union unter dem aktuellen Thema Soziale Stadt gefördert. Ein integrierter Handlungsansatz soll die Lebensqualität und Perspektiven vor Ort verbessern.

Die Entwicklung der Stadt Duisburg im Allgemeinen und insbesondere der Ortsteile ist Änderungen unterworfen: Die Bevölkerungszahlen gehen zurück. Viele Häuser in Marxloh und Bruckhausen stehen leer; die Nähe zur Produktion bringt immer noch Probleme - etwa beim Lärm - mit sich. Zwar haben sich die Umweltbedingungen in unmittelbarer Nähe des zweitgrößten Stahlwerks der Welt in den letzten Jahrzehnten deutlich verbessert, aber der Duisburger Wohnungsmarkt ist entspannt und die Menschen sind deutlich mobiler geworden - sie müssen nicht mehr wie früher direkt an ihrer Arbeitsstätte wohnen.

Mit neuen Konzepten stellt sich die Stadt Duisburg auf diese Entwicklungen ein. Ziel ist es, durch integriertes Handeln und mit Beteiligung der Akteure sowie der Bewohnerinnen und Bewohner die Ortsteile weiter zu stabilisieren, die Lebensqualität und das Image zu verbessern und neue Qualitäten zu schaffen.

Der Rat der Stadt Duisburg hat daher am 18.09.2006 Vorbereitende Untersuchungen im Duisburger Norden beschlossen. Untersucht wurden Teile der Stadtteile Marxloh, Bruckhausen und in geringem Umfang Beeck. Mit diesem Instrument wurden die sozialen, strukturellen und städtebaulichen Verhältnisse und Zusammenhänge in den Untersuchungsgebieten ermittelt.

Auf Basis der Daten der Vorbereitenden Untersuchungen wurden vom Rat der Stadt Duisburg am 10.12.2007 ein förmliches städtebauliches Sanierungsverfahren in Bruckhausen und Beeck (Arnold-Overbeck-Straße) sowie städtebauliche Maßnahmen und die Entwicklung eines städtebaulichen Entwicklungskonzeptes in Marxloh beschlossen.

Ziel der Maßnahmen ist es, aufbauend auf den bisherigen Stadterneuerungsmaßnahmen die städtebaulichen Strukturen in den Stadtteilen zu verbessern, städtebauliche Missstände zu beseitigen und fortschreitende Devastierung zu stoppen. Stadtplanerische Vorstellung ist es, nach Rückbau von Wohnbebauung einen qualitativ hochwertig gestalteten Grüngürtel als Puffer zu den Industrieanlagen zu schaffen.
 

History


Zukunft für die "Soziale Stadt"

Die Stadt Duisburg führt seit Jahren zusammen mit der EG DU Entwicklungsgesellschaft Duisburg mbH (EG DU) und mit erheblicher Unterstützung des Landes und anderer Fördergeber im Rahmen des Programms "Soziale Stadt" erfolgreich Maßnahmen zur Verbesserung der Wohn- und Lebensverhältnisse in den betroffenen Stadtteilen durch.

Die Lebens- und Wohnsituation im Duisburger Norden hat sich in den letzten Jahrzehnten durch kaum beeinflussbare Rahmenbedingungen weiterentwickelt: Neben der veränderten Bevölkerungsstruktur und einschneidenden ökonomischen Veränderungen wie dem Verlust von Arbeitsplätzen, zeichnen sich in Teilbereichen - insbesondere an der Nahtlage zu den Industrieanlagen - auch städtebauliche und strukturelle Probleme ab. Die Umweltsituation ist durch die Nähe zur Industrie nach wie vor durch hohe Luft- und Lärmbelastungen und wenig wohnortnahes Grün gekennzeichnet. Hinzu kommen demographische Einflüsse, wie Bevölkerungsrückgang und Alterung. Die Folgen dieser Entwicklungen machen sich u. a. durch ein hohes Leerstandsniveau, vernachlässigte Bausubstanz, mangelnde Investitionen und ein schlechtes Image bemerkbar.

Die Anpassung der Bau-, Raum- und Infrastrukturen an veränderte Nachfrage- und Bedarfsstrukturen ist perspektivisch die Herausforderung an nachhaltige Stadtentwicklungspolitik.

Vor diesem Hintergrund ist es stadtentwicklungspolitisch konsequent, einen geordneten Rückzug durch Rückbau einzuleiten und die Fläche als Pufferzone und Grüngürtel zu nutzen. Das Konzept des Grüngürtels setzt konsequent den Weg der "Sozialen Stadt" fort. Ein grünes Areal soll den Abstand von Wohngebieten zu den Werken vergrößern. So werden die industriellen Belastungen für die angrenzenden Quartiere gemindert, die Wohn- und Lebensverhältnisse ändern sich zum Besseren.