Duisburg gratuliert seiner Partnerstadt Portsmouth zum Gewinn des FA Cups
Leider war unser MSV in der vergangenen Fußball-Saison nicht besonders erfolgreich und musste den Abstieg in die 2. Liga hinnehmen.
Besser machte es da eine unserer Partnerstädte, nämlich Portsmouth. Deren Fußballclub, der FC Portsmouth, gewann am 17. Mai im Wembleystadion das Finale des englischen FA Cups 1:0 gegen den Zweitligisten Cardiff City. Darauf mussten die treuen Fans des FC Portsmouth allerdings lange warten. 58 Jahre auf den ersten Titel seit der Meisterschaft in Englands Eliteliga, gar 69 Jahre auf ihren zweiten Triumph im FA Cup. Vergangenen Samstag nun war er unter Dach und Fach gebracht. Der 31-jährige Nigerianer Nwanko Kanu entschied das Endspiel mit seinem Tor in der 37. Minute. "Das ist der größte Moment in meinem Leben" jubelte der Torschütze.
Dieser Sieg war für Portsmouth aber auch extrem wichtig. Denn nachdem der Verein sich Anfang April für dieses Finale in Wembley qualifiziert hatte, schenkte man die Premier League quasi her. Obwohl nur vier Zähler hinter dem Tabellenfünften Everton, wurden keine ernsthaften Anstrengungen Richtung UEFA-Cup unternommen. Die Folge: vier Punkte aus sechs Spielen, abgerutscht auf Rang acht. Doch dank Kanu und einer konzentrierten Darbietung hat Portsmouth nun über den Umweg FA Cup das Ticket nach Europa gelöst.
Dazu herzlichen Glückwunsch aus Duisburg.
Und wie steht es um die Fußball-Clubs unserer anderen Partnerstädte?
Gaziantepspor, der Club unserer türkischen Partnerstadt Gaziantep, belegt in der Abschlusstabelle der 1. Süper Lig mit Platz 9 einen Rang im Mittelfeld.
Calais liegt in der 3. französischen Liga, der Foot National, im Moment auf Rang 15. Die Saison endet dort Ende Mai.
Dem FC Vilnius aus unserer litauischen Partnerstadt wurde vor der Saison leider die Lizenz entzogen.
Nicht besonders gut sieht es auch für Wuhan Guanggu aus. Der Fußball-Verein unserer chinesischen Partnerstadt Wuhan liegt am 9. Spieltag der chinesischen Super League auf dem letzten Platz. Aber dort dauert die Saison ja noch eine Weile und wir drücken die Daumen, dass Wuhan am Ende nicht das gleiche Schicksal ereilt wie Duisburg.
Viel besser machte es der NEC Nijmegen. Nijmegen ist zwar keine unserer offiziellen Partnerstädte, aber die Stadt Duisburg arbeitet mit Nijmegen sehr eng im Rahmen des INTERREG-Programmes zusammen. Vor einigen Wochen trafen sich die Verwaltungsspitzen beider Städte in Duisburg zu einem Erfahrungsaustausch. Dieses Treffen fand in einer sehr angenehmen Atmosphäre statt und endete mit sehr positiven Ergebnissen für beide Seiten.
Der NEC Nijmwegen profitierte diese Saison von einer in Europas Fußball-Ligen einmaligen Besonderheit:
Mit einer zur Spielzeit 2005/2006 in Kraft getretenen Reform der Ehrendivision finden im Anschluss an eine beendete Saison Playoff-Spiele statt. Unberührt davon ist lediglich der Meister, der den direkten Startplatz zur Champions League erhält. Die Plätze 2-5 spielen den Startplatz für die Champions League-Qualifikation aus.
Dabei tritt zunächst der Vize-Meister gegen den Fünftplatzierten und der Dritte gegen den Vierten der Abschlusstabelle an.
Die beiden Sieger dieser Partien spielen dann gegeneinander den Qualifikations-Startplatz aus. Der Verlierer dieses Endspiels ist direkt für den UEFA-Cup qualifiziert.
Die beiden Verlierer erstgenannter Partien spielen ebenfalls gegeneinander. Der Gewinner erhält den zweiten direkten UEFA-Cup-Startplatz.
Der Letzte der Playoffs zwischen den Plätzen 2-5 spielt gegen den Sieger des Playoffs zwischen den Plätzen 6-9. In dieser Partie wird der letzte UEFA-Cup-Startplatz ermittelt. Der Verlierer der Partie erhält den Startplatz für den UEFA Intertoto Cup.
Sämtliche Playoff-Spiele werden mit Hin- und Rückspiel ausgetragen.
Dieser Playoff-Modus wurde und wird in den Niederlanden, aber auch international kontrovers diskutiert. Kritiker meinen, dass der Modus zu einer Abwertung des regulären Saisonbetriebs führe und dass Vereine, die sich in der Saison durch konstante Leistung hervorgetan hätten, in einem einzigen Spiel um die Früchte ihrer Arbeit gebracht werden könnten.
Die 18 Vereine der niederländischen Ehrendivision haben dann auch beim nationalen Verband für die kommende Saison eine erhebliche Reduzierung der Playoff-Spiele durchgesetzt.
Die vier bestplatzierten Vereine müssen keine Playoffs mehr spielen. Neu ist damit, dass sich der Vize-Meister für die Champions-League-Gruppenphase qualifiziert und die Plätze drei und vier für den Uefa-Cup gesetzt sind. Die Fünft- bis Achtplatzierten spielen dann das letzte Uefa-Cup-Ticket aus.
Die Überbelastung der Spieler war der Hauptgrund für die Spielplanänderung.
Von der alten Regelung hat aber in dieser Saison glücklicherweise noch der NEC Nijmegen profitiert. Als 8. der Tabelle sicherte sich der NEC im zweiten Playoff-Duell mit einem 6:0 gegen NAC Breda (Platz 3 der Abschlusstabelle) einen Platz im UEFA-Cup.
Dazu gratulieren wir ganz herzlich.
Am Ende noch ein wichtiger Hinweis für alle Fußballfans in und um Duisburg:
Am 29. Mai bestreitet die türkische Nationalmannschaft ein Testspiel gegen Finnland im Zuge ihrer EM-Vorbereitung um 19:00 Uhr in der MSV-Arena hier in Duisburg.
Peter Berger
Dieser Sieg war für Portsmouth aber auch extrem wichtig. Denn nachdem der Verein sich Anfang April für dieses Finale in Wembley qualifiziert hatte, schenkte man die Premier League quasi her. Obwohl nur vier Zähler hinter dem Tabellenfünften Everton, wurden keine ernsthaften Anstrengungen Richtung UEFA-Cup unternommen. Die Folge: vier Punkte aus sechs Spielen, abgerutscht auf Rang acht. Doch dank Kanu und einer konzentrierten Darbietung hat Portsmouth nun über den Umweg FA Cup das Ticket nach Europa gelöst.
Dazu herzlichen Glückwunsch aus Duisburg.
Und wie steht es um die Fußball-Clubs unserer anderen Partnerstädte?
Gaziantepspor, der Club unserer türkischen Partnerstadt Gaziantep, belegt in der Abschlusstabelle der 1. Süper Lig mit Platz 9 einen Rang im Mittelfeld.
Calais liegt in der 3. französischen Liga, der Foot National, im Moment auf Rang 15. Die Saison endet dort Ende Mai.
Dem FC Vilnius aus unserer litauischen Partnerstadt wurde vor der Saison leider die Lizenz entzogen.
Nicht besonders gut sieht es auch für Wuhan Guanggu aus. Der Fußball-Verein unserer chinesischen Partnerstadt Wuhan liegt am 9. Spieltag der chinesischen Super League auf dem letzten Platz. Aber dort dauert die Saison ja noch eine Weile und wir drücken die Daumen, dass Wuhan am Ende nicht das gleiche Schicksal ereilt wie Duisburg.
Viel besser machte es der NEC Nijmegen. Nijmegen ist zwar keine unserer offiziellen Partnerstädte, aber die Stadt Duisburg arbeitet mit Nijmegen sehr eng im Rahmen des INTERREG-Programmes zusammen. Vor einigen Wochen trafen sich die Verwaltungsspitzen beider Städte in Duisburg zu einem Erfahrungsaustausch. Dieses Treffen fand in einer sehr angenehmen Atmosphäre statt und endete mit sehr positiven Ergebnissen für beide Seiten.
Der NEC Nijmwegen profitierte diese Saison von einer in Europas Fußball-Ligen einmaligen Besonderheit:
Mit einer zur Spielzeit 2005/2006 in Kraft getretenen Reform der Ehrendivision finden im Anschluss an eine beendete Saison Playoff-Spiele statt. Unberührt davon ist lediglich der Meister, der den direkten Startplatz zur Champions League erhält. Die Plätze 2-5 spielen den Startplatz für die Champions League-Qualifikation aus.
Dabei tritt zunächst der Vize-Meister gegen den Fünftplatzierten und der Dritte gegen den Vierten der Abschlusstabelle an.
Die beiden Sieger dieser Partien spielen dann gegeneinander den Qualifikations-Startplatz aus. Der Verlierer dieses Endspiels ist direkt für den UEFA-Cup qualifiziert.
Die beiden Verlierer erstgenannter Partien spielen ebenfalls gegeneinander. Der Gewinner erhält den zweiten direkten UEFA-Cup-Startplatz.
Der Letzte der Playoffs zwischen den Plätzen 2-5 spielt gegen den Sieger des Playoffs zwischen den Plätzen 6-9. In dieser Partie wird der letzte UEFA-Cup-Startplatz ermittelt. Der Verlierer der Partie erhält den Startplatz für den UEFA Intertoto Cup.
Sämtliche Playoff-Spiele werden mit Hin- und Rückspiel ausgetragen.
Dieser Playoff-Modus wurde und wird in den Niederlanden, aber auch international kontrovers diskutiert. Kritiker meinen, dass der Modus zu einer Abwertung des regulären Saisonbetriebs führe und dass Vereine, die sich in der Saison durch konstante Leistung hervorgetan hätten, in einem einzigen Spiel um die Früchte ihrer Arbeit gebracht werden könnten.
Die 18 Vereine der niederländischen Ehrendivision haben dann auch beim nationalen Verband für die kommende Saison eine erhebliche Reduzierung der Playoff-Spiele durchgesetzt.
Die vier bestplatzierten Vereine müssen keine Playoffs mehr spielen. Neu ist damit, dass sich der Vize-Meister für die Champions-League-Gruppenphase qualifiziert und die Plätze drei und vier für den Uefa-Cup gesetzt sind. Die Fünft- bis Achtplatzierten spielen dann das letzte Uefa-Cup-Ticket aus.
Die Überbelastung der Spieler war der Hauptgrund für die Spielplanänderung.
Von der alten Regelung hat aber in dieser Saison glücklicherweise noch der NEC Nijmegen profitiert. Als 8. der Tabelle sicherte sich der NEC im zweiten Playoff-Duell mit einem 6:0 gegen NAC Breda (Platz 3 der Abschlusstabelle) einen Platz im UEFA-Cup.
Dazu gratulieren wir ganz herzlich.
Am Ende noch ein wichtiger Hinweis für alle Fußballfans in und um Duisburg:
Am 29. Mai bestreitet die türkische Nationalmannschaft ein Testspiel gegen Finnland im Zuge ihrer EM-Vorbereitung um 19:00 Uhr in der MSV-Arena hier in Duisburg.
Peter Berger
