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History


Portrait: Dichterviertel Duisburg-Obermarxloh


 

Übersicht


Das Dichterviertel, erbaut zwischen 1905 und 1918, ist eine ehemalige Bergarbeitersiedlung im Duisburger Norden, genauer gesagt im Hamborner Ortsteil Obermarxloh. Die Siedlung mit rund 1.700 Wohneinheiten wurde durch die Rhein-Lippe-Wohnen GmbH (jetzt Evonik Wohnen GmbH), mit Unterstützung des Landes NRW und der Stadt Duisburg kernsaniert, die weitläufigen Innenhöfe wurden neu gestaltet. Trotz umfangreicher städtebaulicher und sozialer Maßnahmen leidet das Dichterviertel unter Imageproblemen, einer hohen Fluktuation und überproportional hohen Leerständen.

Im Dichterviertel leben knapp 6.000 Einwohner/-innen, davon haben über 60 % einen überwiegend türkischen Migrationshintergrund. Das verfügbare Haushaltseinkommen ist im Vergleich zur Gesamtstadt niedrig. Viele Menschen leben von Transfereinkommen.

2004 wurde eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem Wohnungsunternehmen und der Stadt Duisburg geschlossen mit dem Ziel der nachhaltigen Verbesserung des Quartiers. Die danach verfolgten Ziele wurden im Rahmen eines Abstimmungsgespräches zwischen Vertreter/-innen von Evonik, der Stadt Duisburg und der EG DU im Herbst 2007 aktualisiert. Danach soll die nachhaltige Verminderung von Wohnungsleerständen durch

- Stabilisierung der Nachbarschaften

- Abbau von Wohnungsnotfällen und überdurchschnittlich hoher "sozialer Schieflagen"

- und Bindung der Bestandskunden/Akquisition neuer Mieter

mit der damit einhergehenden Imageverbesserung des Quartiers erreicht werden.

 



 

 

Luftbild aus Süd-Ostrichtung
 

 

 
Der Goetheplatz um 1920
 

 
Das Quartiersmanagement

Nach Aufnahme in das Förderprogramm "Stadtumbau West" konnte im Jahr 2006 ein professionelles Quartiersmanagement eingerichtet werden. Bis zum 31.12.2007 war das Büro Basta - "Büro für Architektur und Stadtentwicklung" mit der Aufgabe betraut.

Das Quartiersmanagement wird ab 1.1.2008 durch die EG DU weitergeführt. Dabei knüpft die EG DU nahtlos an die auf vielfältigen Ebenen geleistete Arbeit der Vergangenheit an. Es geht darum, die vorhandenen Kräfte (wieder) zu mobilisieren, um den Prozess positiv weiter zu entwickeln. Dabei berücksichtigt die EG DU die Grundsätze der integrierten Stadtteilentwicklung:

- konzentrierte Anstrengungen für einen begrenzten Zeitraum (mindestens 2  Jahre) zur Mobilisierung und Motivation für eine zukünftige Entwicklung aus eigener Kraft

- durch interdisziplinäres und ebenenübergreifendes Arbeiten die verschiedensten Institutionen und Akteure mit ihren fachlichen Kompetenzen in die Arbeit einzubeziehen

- die Qualitäten/Potenziale des Stadtteils nutzen und Bewohner/-innen, Akteure und ortsansässige Unternehmen aufzufordern und zu motivieren, aktiv mitzuwirken

 

Nostalgie-Café mit Frank Beier
 

Nostalgie-Café zur Stadtteilgeschichte
 
Spielplatz Hauffstraße
 

 

Der markierte Denkmalbereich (Weitere bauliche Zusammenhänge: Rosa). Quelle: MBV NRW, LVR "Denkmaltopographie BRD, 2007, DU - Nördliche Stadtteile"
 

 





 

 
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