1


History


Integrierte Stadterneuerung in Duisburg

c.) Foto EG DU
Hochfeld. RheinPark
 
c) Foto Günter Matczik EG DU
Fassadengestaltung in Duisburg-Hochfeld
 

Die Strukturwandelprozesse der vergangenen Jahrzehnte haben die Stadt Duisburg und hier insbesondere die altindustriell geprägten Stadtteile Bruckhausen, Marxloh und Hochfeld in besonderer Weise getroffen. Die wegfallende ökonomische Basis verursachte massive soziale und kulturelle Veränderungen in diesen so genannten "benachteiligten Stadtteilen".

 
c) Foto Günter Matczik EG DU
Duisburg-Bruckhausen um 1998
 
c) Foto Günter Matczik EG DU
Duisburg-Marxloh, Pollmannkreuz
 

Aufbauend auf den bereits 1991 in Duisburg-Bruckhausen eingeleiteten Bemühungen, den Problemen ressortübergreifend, durch Bündelung von Fördermitteln und unter Beteiligung der Betroffenen vor Ort wirksam zu begegnen, werden seit 1994 auch in Duisburg-Marxloh, seit 2000 in Duisburg-Hochfeld, von 2001 bis 2010 in Duisburg-Beeck und seit 2014 in Duisburg-Laar derartige integrierte Handlungskonzepte entwickelt und umgesetzt.

Mit massiver Hilfe des heutigen Ministeriums für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, das diese fünf Stadtteile in das Programm "Soziale Stadt - NRW" aufgenommen hat, sowie mit Unterstützung des Bundes und der EU, werden im Rahmen der jeweiligen ortsteilspezifischen Stadterneuerungsaktivitäten gleichzeitig die wirtschaftliche, soziale, städtebauliche, infrastrukturelle und ökologische Situation der betroffenen Gebiete verbessert.

Den zunehmend sichtbaren demografisch bedingten Strukturproblemen begegnet die Stadt Duisburg im Rahmen eines gesamtstädtischen Entwicklungskonzeptes zum Stadtumbau, durch das nachhaltige Strukturen in den betroffenen Gebieten geschaffen werden sollen.

Hierbei erhält sie finanzielle Unterstützung aus dem Programm "Stadtumbau West", das im Jahr 2004 in Anlehnung an das ursprünglich auf Rückbaumaßnahmen in den neuen Bundesländern ausgerichtete Förderprogramm "Stadtumbau Ost" entwickelt worden ist.

Organisatorisch gebündelt werden sämtliche Maßnahmen in der zum 1.1.1999 gegründeten "EG DU Entwicklungsgesellschaft Duisburg mbH" (EG DU), die die erfolgreiche Arbeit ihrer Vorgängergesellschaften und -projekte in Bruckhausen und Marxloh vor Ort fortgesetzt hat und damit auch in Hochfeld, Laar und dem Dichterviertel durch ihre Stadtteil-/Quartiersbüros präsent ist.

 

Angesichts weiterer erkennbarer Handlungsbedarfe innerhalb des Duisburger Stadtgebietes wurden die verschiedenen bereits vorliegenden (Entwicklungskonzept Stadtumbau) bzw. in der Bearbeitung befindlichen Untersuchungen und Konzeptionen (z. B. 1. Duisburger Sozialbericht, Infrastrukturanalyse) im Jahr 2006 in einem unter Federführung der EG DU eingerichteten "Arbeitskreis Stadtteilentwicklung" zusammengefasst.

Eine wesentliche Aufgabe dieses Arbeitskreises ist die Entwicklung eines kleinräumigen Monitoring-Systems, auf dessen Basis eine kontinuierliche Identifizierung bestehender sowie künftiger Handlungsbedarfe der Stadterneuerung möglich ist und auf dessen Grundlage eine transparente Auswahl von Unterstützungsgebieten stattfinden kann.

Nach derzeitigem Stand der quantitativen und qualitativen Analysen zeichnet sich ab, dass kumulierende Problemlagen eine Vielzahl kleinräumiger Quartiere unterhalb der Stadtteilebene betreffen. Hier ist ein geeignetes flexibles Instrumentarium erforderlich, das möglichst frühzeitige und zeitgleiche Interventionen ermöglicht.

 

Duisburg-Laar
 

 
c) Foto Günter Matczik EG DU
Dichterviertel, Duisburg-Obermarxloh
 
c) Foto Günter Matczik EG DU
Blick über Beeck Richtung Nord. Im Hintergrund ThyssenKrupp Hochöfen
 

 
Stadtplanung allgemein