RheinPark Duisburg
Duisburg an den Rhein!



Seit über 150 Jahren wurden die unmittelbar an den Rhein grenzenden Flächen des Stadtteils Hochfeld industriell genutzt. Die Bürger/-innen Hochfelds wohnen nur wenige hundert Meter vom Rheinufer entfernt, aber der Fluss war nicht erreichbar. Wie schön wäre es gewesen, einen Spaziergang entlang des Rheins zu machen und auf die gegenüberliegenden Rheinwiesen zu schauen.
Mit der Entstehung des RheinParks nähert man sich diesem Wunsch mit großen Schritten.

Eine großartige Chance für Duisburg!

Die Realisierung des RheinParks: Schritt für Schritt
Während der Südteil des Areals und der rund 1,4 km lange Uferbereich derzeit zu einer Parkanlage umgebaut werden, hat im Nordteil das Unternehmen ArcelorMittal Hochfeld GmbH seinen Sitz. Stufenweise wird die Realisierung des Gesamtkonzepts RheinPark in Abhängigkeit zur geplanten Verlagerung des Werkes nach Ruhrort erfolgen. Bis zum Frühjahr 2009 wird die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts des RheinParks mit seinen 25 ha Frei- und Erholungsflächen abgeschlossen sein. Damit bereitet die Stadt Duisburg diesen herausragenden Standort für weitere privatwirtschaftliche Investitionen vor. Unterstützt durch das Land Nordrhein-Westfalen und die EU investiert die Stadt Duisburg damit zunächst 37,5 Millionen Euro.

Der RheinPark Duisburg: Freiflächen der besonderen Art

Die Pläne, nach denen der RheinPark gebaut wird, stammen von den Büros Atelier Loidl und TOPOS aus Berlin, die als Sieger aus dem Ende 2004 entschiedenen europaweiten Planungswettbewerb hervorgingen. In überzeugender Weise haben die Planer die Besonderheiten des Geländes erkannt und in die Neugestaltung aufgenommen.
Mit der ersten Ausbaustufe der Freiflächen wird die Uferlinie des Geländes auf einer Länge von 1,4 km neu gestaltet. Eine Uferpromenade wird künftig zwischen der "Brücke der Solidarität" und der Spitze des "Kultushafens" am Wasser entlang führen. Eine breite Treppenanlage bietet die Möglichkeit, direkt an den Rhein heranzutreten. Als besondere Attraktion ist ein ca. 300 m langer Sandstrand vorgesehen. Er entsteht auf einer ehemaligen Verladerampe, die mit Sand aufgefüllt wird. Großzügige Holzplateaus und natürlich der Strand selbst können als Liegefläche genutzt werden. Von hier erlebt der Parkbesucher den weiten, ungestörten Blick auf den Rhein, die vorüberziehenden Schiffe und die jenseitige Rheinaue.




Das Parkinnere ist als offene, modellierte Wiesenlandschaft angelegt. Hoch gelegene, leicht geneigte Ebenen, so genannte "Wiesenschollen", die teils bis 6 m über das bisherige Geländeniveau hinausgebaut wurden, und tief eingeschnittene Wege gliedern die Flächen. Mit dieser markanten Modellierung wird die weiterhin betriebene Bahnlinie, die auf einem Damm verläuft und darum die Uferzone von den östlichen Freiflächen trennt, eingebunden. Die aufgefalteten Wiesenflächen ragen über die Bahnlinie und bieten Ausblicke auf die Uferpromenade, den Rhein und die gegenüberliegende Rheinaue. Die eingeschnittenen Wege führen zu zwei Bahnunterführungen, durch die das Ufer erreicht wird. Zusätzlich werden zwei neue Fußgängerbrücken über die Bahn eine bessere Anbindung ans Ufer schaffen.


Mächtige Mauerreste der ehemaligen Sinteranlage (bis zu 8 Meter hoch) werden teilweise erhalten und in die neuen Freiflächen einbezogen. So sind bzw. werden an den und um die Mauern verschiedene Bereiche für Sport und Spiel erstellt: eine Skateranlage, ein Streetballfeld, ein Breakdance-Bereich und ein Kletterparcours. Darüber hinaus ergänzen weitere Spielbereiche an anderen Orten des Parks das vielfältige Erlebnisangebot.




Der RheinPark - Arbeiten, Wohnen und Freizeit am Wasser
Ein 3,5 ha großes Baufeld entlang der Wanheimer Straße, unmittelbar am künftigen Haupteingang des RheinParks mit der Hochfeldallee gelegen, steht kurzfristig für eine Vermarktung bereit. Weitere 17,5 ha werden im zweiten Bauabschnitt des RheinParks entwickelt.

Das Baugeschehen im RheinPark
Der Ausbau in den östlichen Parkflächen ist abgeschlossen. Um die jetzige Wirkung der hochgelegenen Wiesenflächen und die eingeschnittenen Wege zu erhalten, war es notwendig, ca. 200.000 Kubikmeter Bodenmassen innerhalb des Geländes umzulagern. Darüber hinaus werden 80.000 Kubikmeter zusätzliches Bodenmaterial, das weitgehend von der nahe gelegenen Baustelle des Sportparks Wedau stammte, benötigt und eingebaut.
Die vorgesehenen Bäume im RheinPark - über 3.000 Stück - sind bereits alle gepflanzt.
Die beiden Fußgängerbrücken, die die beiden Parkteile miteinander verbinden, sind zwar schon eingebaut, können aber erst mit der Fertigstellung des Promenadenbereichs genutzt werden. Die andere Rheinseite lässt sich trotz der noch nicht zu nutzenden Brücken von den Hochpunkten der vorhandenen Wiesenschollen erleben.
An schönen sonnigen Tagen bemerkt man einen wahren Zustrom an jugendlichen Besuchern - ausgestattet mit Skateboards - zu der im Bereich der alten verbliebenen Industriemauern gelegenen Skateranlage. Diese Anlage hat sich wegen ihrer Größe und besonderen Ausstattung einen guten Ruf in Nordrhein-Westfalen erworben.
Im Bereich der Rheinpromenade ist der Einbau der Mauerteile und Spundwände zur neuen Uferprofilierung erfolgt. Derzeit werden die Betonabdeckungen einschließlich der Geländer auf den schon vorhandenen Spundwänden befestigt.
Die stärksten Bautätigkeiten sind momentan im Bereich des späteren Rheinstrandes zu erkennen. Die Wegebauarbeiten und der Einbau der Ausstattungselemente (Bänke, Holzpodeste, Papierkörbe) ist ebenfalls schon weitestgehend abgeschlossen.
Interessierte können das Baugeschehen ideal von der Eisenbahnbrücke nach Rheinhausen aus beobachten.
RheinPark Duisburg - schöne Aussichten
Mit der Entwicklung des zweiten Bauabschnitts des ReinParks werden die Erschließung des rund 18 ha großen Baufeldes im Norden des Areals und die Gestaltung weiterer Grünflächen folgen.


Die Finanzierung des RheinParks
Ein so großes Projekt wie der RheinPark Duisburg wäre ohne öffentliche Fördergelder nicht realisierbar. Die Gesamtinvestitionskosten des ersten Bauabschnitts betragen rund 37 Mio. Euro. Neben der Europäischen Union beteiligen sich zwei Ministerien des Landes Nordrhein-Westfalen an der Finanzierung: Das Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (Ökologieprogramm Emscher Lippe) und das Ministerium für Bauen und Verkehr (Förderprogramm Soziale Stadt).
Veranstaltungs- und Aktionsreviews:


