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History


Projekt Alte Feuerwache Hochfeld e.V.

Kultur- und Stadtteilzentrum Alte Feuerwache Hochfeld


Planungs-Computerzeichung
 

2008
 

Der Saal für Events und Tagungen aller Art
 


AKTUELLE  ENTWICKLUNG

Das nachfolgend beschriebene Projekt "Alte Feuerwache Hochfeld" ruht wegen der Insolvenz des Trägervereins seit dem Frühjahr 2010. Stadt Duisburg und EG DU sind bemüht, die Voraussetzungen für eine baldige Weiterbetreibung der Alten Feuerwache als Kultur- und Stadtteilzentrum zu schaffen.
 

Der Beginn

Bis Mitte der 90er Jahre war die Duisburger Hauptfeuerwache im Stadtteil Hochfeld, Friedenstr. 5 - 7, untergebracht. Nach ihrem Auszug aus dem alten Klinkergebäude wurden von der Stadtteilbevölkerung zahlreiche Wünsche und Anregungen entwickelt, um dort unterschiedliche bürgerschaftliche Nutzungen zu ermöglichen. Die ersten konkreten Projektideen mussten jedoch verworfen werden, weil keine Mittel für den Umbau des Hauses zur Verfügung standen. Selbst der Abriss dieses attraktiven Gebäudes stand aus diesem Grunde eine Zeit lang zur Debatte.

Das Festhalten an den Zielvorstellungen, die Hartnäckigkeit der Akteure und die Präzisierung des Gesamtkonzeptes führten letztlich dazu, dass das Projekt "Alte Feuerwache Hochfeld" im Jahr 2001 in das Förderprogramm "Soziale Stadt NRW" aufgenommen wurde. Dadurch bot sich den bürgerschaftlichen Initiativen erstmals die Chance, öffentliche Mittel für die grundlegende Renovierung und den Umbau des Hauses sowie für eine betriebliche Anlaufphase von drei Jahren mit Aussicht auf Erfolg zu beantragen. Mit der Zusage der Stadt Duisburg, sich bei dieser Konstellation an der Gestaltung des Außengeländes zu beteiligen und einem 10 %igen Eigenanteil des neu gegründeten Trägervereins konnten die letzten Finanzierungslücken geschlossen werden.

Der lang ersehnte Bewilligungsbescheid des Landes NRW für das "Kultur- und Stadtteilzentrum Alte Feuerwache Hochfeld" wurde im Jahr 2004 erteilt. Mit dem eingereichten Bauantrag und der inhaltlichen Ausarbeitung des Nutzungskonzeptes wurde die nächste wichtige Phase erreicht. Im April 2005 begann die EG DU, die das Projekt von Anfang an begleitet hatte, im Auftrag der Stadt Duisburg mit den Baumaßnahmen. Als Fertigstellungstermin wurde das Jahr 2006 ins Auge gefasst
 

Die Akteure

Träger des Projektes ist der Verein "Kultur- und Stadtteilzentrum Alte Feuerwche Hochfeld e.V.", der mit dem neuen Zentrum ein breites interkulturelles und stadtteilbezogenes Kulturangebot auf die Beine stellen will. Erste Erfahrungen konnten die Akteure bereits im Jahr 2005 durch die Organisation von Kleinkunstveranstaltungen im Stadtteil gewinnen. Begleitet und beraten wird der Verein, der auch bauliche Eigenleistungen zur Mitfinanzierung erbracht hat, von einem fachkundigen Beirat.
 

Die Nutzungen

Im Erdgeschoss des Gebäudes befindet sich ein 250 qm großer Veranstaltungssaal mit umfangreicher Bühnentechnik, Foyer und Nebenräumen. Eine Kleinkunstbühne, ein interkulturelles Theaterangebot und stadtteilbezogene Theaterarbeit werden hier ermöglicht, ergänzt um kulturelle und musikalische Veranstaltungen.

Für das Programm verantwortlich ist das Centermanagement des Hauses in Kooperation mit einem professionellen "Theatermacher". Auch externen Nutzerinnen und Nutzern werden die Räumlichkeiten zur Verfügung stehen.

Der moderne verglaste Gastronomieanbau umfasst 130 qm Nutzfläche mit ca. 80 Sitzplätzen. Weitere 40 Sitzplätze stehen bei schönem Wetter unter den Bäumen des Biergartens zur Verfügung. Leichte mediterrane Küche und ein umfangreiches Getränkeangebot werden in diesem "Café-Bar-Kneipe-Restaurant" die Gastronomieszene Hochfelds bereichern.

Im ersten Obergeschoss kann ein 80 qm großer Seminar- und Veranstaltungsraum für kreatives Arbeiten, Tagungen, Workshops usw. angemietet werden.

Hier trifft man auf eine Gemeinschaft von MieterInnen und Vereinsmitgliedern aus unterschiedlichen kulturellen, sozialen und gewerblichen Bereichen, die ein abwechslungsreiches Programm an Kursen und Seminaren anbieten werden.

Das Dachgeschoss, konzipiert für ein kulturwirtschaftliches Gründerzentrum, steht ebenfalls auf Mietbasis für Nutzungen aller Art zur Verfügung. Auf etwa 200 qm verteilen sich hier acht kleinere Büro-/Werkstatträume, ein Schulungsraum und Gemeinschaftsflächen.
 

Das Besondere

Das "Kultur- und Stadtteilzentrum Alte Feuerwache Hochfeld" bekommt, außer der Anschubfinanzierung aus dem Programm "Soziale Stadt NRW", keine weiteren öffentlichen Zuschüsse für den laufenden Betrieb. Es finanziert sich über die ehrenamtliche Arbeit der Vereinsmitglieder und Einnahmen aus dem Kulturbetrieb, aus Mitgliedsbeiträgen, Mieteinnahmen, Spenden und Sponsorengeldern.

Die Integration stadtteilbezogener Einrichtungen wird als wichtiger Bestandteil des Gesamtprojektes angesehen. Durch den großen Anteil der nichtdeutschen Bewohnerinnen und Bewohner, nicht nur in Hochfeld sondern auch in den umliegenden Stadtteilen und Nachbarstädten, bietet sich zudem die Chance, auch ein fremdsprachiges Theaterangebot zu organisieren, für das ein großes Nachfragepotenzial besteht.

Mit dem Aufbau eines internationalen Amateurensembles sollen die weiteren Schwerpunkte des Hauses, die integrierte Jugendarbeit und die Talentförderung, realisiert werden. Theater-Workshops und Kursangebote in den Bereichen Kunst, Kultur, Musik und Bildung bieten ein abwechslungsreiches Zusatzprogramm.

Last but not least soll die "Alte Feuerwache" zu einer anerkannten Plattform für World-Music avancieren, auf der sich auch Newcomer und bisher unentdeckte Talente präsentieren können. Live-Acts, Fachseminare und Diskussionsrunden sollen das Thema auf vielschichtige Weise abrunden.

und nicht zuletzt
 

Die vielen kulturwirtschaftlichen Facetten des "Kultur- und Stadtteilzentrums Alte Feuerwache Hochfeld" orientieren sich sowohl an den Bedürfnissen der Bewohnerschaft Hochfelds als auch an dem gesamtstädtischen Ziel der Internationalität Duisburgs. Sie spiegeln in beispielhafter Weise das ruhrgebietsweite Engagement für die Kulturhauptstadt 2010 wider
 
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Folder, EG DU Medien
 

 

 
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