1


History


Lokale Ökonomie Marxloh (LÖM) - Auf- und Ausbau der Clusterinitiative Braut- und Abendmoden in Duisburg-Marxloh


 

1. Ausgangslage

Im Laufe der Jahre, in denen die lokale Ökonomie im Stadtteil Marxloh gefördert und unterstützt wird, hat sich das Einzel- handels-"Cluster" Braut- und Abendmode gebildet und ist aufgrund der zunehmenden Nachfrage entsprechend gewachsen.

Die Branche basiert auf der unternehmerischen Initiative von Einzelhändlern, d. h., sie wurde nicht "entwickelt", sondern ist im Rahmen marktwirtschaftlicher Prozesse entstanden. Dementsprechend gibt es auch keine organisierten Aktivitäten bzw. ein organisiertes Auftreten.

Dennoch wird das Angebot öffentlich wahrgenommen, die Presseberichterstattung ist positiv und dies - wie auch die persönlichen Empfehlungen zufriedener Kunden - führt wiederum zu einem Kundenaufkommen aus dem gesamt- städtischen Einzugsgebiet über die Region bis hinein ins nahegelegene Ausland (Benelux).

Diese Situation soll langfristig gefestigt und als "Alleinstellungsmerkmal" der Migrantenökonomie im Stadtteil Marxloh sowie des Stadtteils selbst gesichert werden.

 
Weseler Straße - Pollmannkreuzung
Weseler Straße - Pollmannkreuzung
 

2. Problem- und Vorhabenbeschreibung

Ca. 15 Facheinzelhandelsgeschäfte mit dem Sortiment "festliche Damen- und Herren-Oberbekleidung", ergänzt um zahlreiche Einzelhändler der Branchen Schmuck, DOB für Schwangere sowie Dienstleister aus den Bereichen Fotografie, Druck, Friseurhand- werk und Schneiderei bilden eine Angebotsvielfalt und -tiefe, die insbesondere junge, heiratswillige Migranten und Migrantinnen anspricht.
Darüber hinaus werden zunehmend mehr Nicht-Migranten auf dieses spezielle EH-Segment aufmerksam, die sich für festliche Anlässe auf einem für sie bezahlbaren Preisniveau einkleiden möchten. Die Cluster-Branchen führen im Ortsteil zu Kaufkraftzuflüssen, die des weiteren der örtlichen Gastronomie und dem Lebensmittel-EH zu Gute kommen.

Die Vorteile, die das Wachstum dieses Clusters für die Verbraucher und Verbraucherinnen mit sich bringt, leiten sich aus der lokalen Wettbewerbssituation ab. Dieser Wettbewerb kann allerdings auch dazu führen, dass sich ruinöse Entwicklungen einstellen, die über Preisverfall, Qualitätsverschlechterungen und Betriebsaufgaben einen Abschwung des Clusters und damit Verlust der ökonomischen Kraft des Ortsteils bewirken.

Eine Wettbewerbsmentalität, die Konkurrenz und Preiskampf in den Vordergrund ökonomischen Handelns stellt, wäre für die Stadtteilökonomie und das Standortimage des Ortsteils Marxloh jedoch langfristig gesehen unvorteilhaft.


 

c.) Fotos Günter Matczik|EG DU
 

 

 
Im Projekt LÖM (Lokale Ökonomie Marxloh) soll es daher darum gehen, am Beispiel des Clusters "Braut- und Abendmoden" ein breiteres Verständnis für lokalökonomische Zusammenhänge bei den Cluster-Teilnehmern und -teilnehmerinnen zu erzielen. Die standortsichernden Vorteile des Alleinstellungsmerkmals sollen bewusst gemacht werden, weitere Vertiefungen der Angebots- vielfalt und Qualitätssteigerungen als gemeinsame Wettbewerbs- faktoren in den Vordergrund des lokalökonomischen Handels in Marxloh rücken.

Unter Berücksichtigung der spezifischen Merkmale der Migranten-ökonomie sollen die Cluster-Teilnehmer/-innen in die Lage versetzt werden, ihre Angebote vorausschauend, nachhaltig und dennoch mit betriebswirtschaftlichem Nutzen zu entwickeln. Die wesentlichen Zielsetzungen des Projektes sind dabei:

  • Vermittlung der Clusterphilosophie und Stärkung des Clusterbewußtseins
  • Betriebswirtschaftliche Qualifizierung, Beratung und Betreuung zu Fragen der Unternehmens- und Standortentwicklung
  • Durchführung von gemeinsamen Veranstaltungen und Aktionen
  • Sicherung und Schaffung von neuen Arbeits-, Ausbildungs- und Praktikumsplätzen
  • Vernetzung sowie Förderung der Eigeninitiative der Clustermitglieder
  • Aufbau und Stärkung von Stadtteilbetrieben
  • Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

 

3. Projektumsetzung und -kooperation

Träger des Projektes LÖM ist der in Marxloh ansässige TIAD e. V. (Verein türkischer Geschäftsleute in Duisburg und Umgebung). Die Projektziele und Maßnahmen werden durch das Internationale Handelszentrum Duisburg (IHZ, eine Einrichtung des TIAD) in enger Zusammenarbeit mit der EG DU entwickelt, umgesetzt und auf Wirksamkeit überprüft.

Weitere Kooperationspartner und Unterstützer des Projektes sind die GFW Wirtschaftsförderung Duisburg mbH, das ZfT Zentrum für Türkeistudien und die türkische Handelskammer in Istanbul, ITO.
 
Informationen zum Projekt LÖM Lokale Ökonomie Marxloh - Auf- und Ausbau der Cluster-Initiative Braut- und Abendmoden Duisburg-Marxloh bei:

 
Aykut Yildirim, TIAD e. V. /IHZ Duisburg,
Tel. 0203 4827347, E-mail: info@ihz-duisburg.de

Anke Gorres, EG DU Entwicklungsgesellschaft Duisburg mbH,
Tel. 0203 99429-31, E-Mail: agorres@eg-du.de




 

Weseler Straße


 

 

 

 

 

 

Kaiser-Wilhelm-Straße


 

Ecke Franz-Julius-Straße
 

Ehemaliges Stammhaus "DISMER-Schuhe"
 

 
)
 

 

 
Alle Fotos auf dieser Seite: Günter Matczik | EG DU
 

Gefördert durch:

Logos der Fördereinrichtungen
 

Informationen - Kontaktlinks:


Großbildansicht
Service: