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Kanu-WM 2007 in Duisburg

Ein großartiges Fest des Kanu-Sports und der Kultur

Ein großartiges Fest des Kanu-Sports und der Kultur


Die Stimmung erinnerte einmal mehr an die World Games oder die Fußball-WM
 

"Duisburg hat wieder einmal bewiesen, sportliche Wettbewerbe auf Weltniveau ausrichten zu können. Duisburg hat sich auf dem internationalen Parkett des Sports etabliert und wird auch in Zukunft dort seine Rolle innehaben."


Sauerland wörtlich: "Die Duisburger haben erneut gezeigt, dass sie sportbegeistert und tolle Gastgeber sind. Wer das Spektakel auf der Tribüne und am Wasser erlebt hat, wer gesehen hat, wie beim Public Viewing auf der Wiese mitgezittert und gejubelt wurde, der weiß, wovon ich spreche."

Ulrich Feldhoff, Präsident des Internationalen Kanuverbandes, sagte bei der Abschlusspressekonferenz zu den 36. Titelkämpfen auf der Regattabahn im Sportpark Wedau am Sonntag: "Besser kann man eine WM nicht planen. Besser kann man eine WM nicht durchführen." Feldhoff weiter: "Das war eine Werbung für den Kanusport."

Olaf Heukrodt, DKV-Präsident, hob in seiner Bilanz der WM die enorme Medienpräsenz während der WM hervor. Noch nie seien bei einer anu-Weltmeisterschaft so viele Medienvertreter akkreditiert gewesen. arüber hinaus profitiere sein Sport von der TV-Präsenz in ARD und ZDF. Das Programm am Samstag habe die besten Einschaltquoten auf diesem Programmplatz seit Wochen gehabt. Heukrodt schwärmte von der Qualität der Aufnahmen: "So wie in Duisburg haben wir Kanu noch nie im Fernsehen gesehen."

Otto Schulte lieferte einige Zahlen zur Rekord-WM: 90 gemeldete Nationen, etwas 850 Athletinnen und Athleten, 450 Medienvertreter sowie 350 Helferinnen und Helfer. Insgesamt 17.400 Besucher im Duisburger-Kanustadion sahen die 277 Rennen an den vier Wettkampftagen.

Auf der WM-Plaza zählten die Verantwortlichen insgesamt 100.000 Besucher. Die fünf Konzerte auf der inneren Plaza sahen nach Darstellung von Frank Jebavy, Leiter des Festival-Büros der Stadt Duisburg, mehr Besucher als bei den insgesamt elf Bandauftritten während der World Games 2005. Beim Public-Viewing auf der Klönnewiese verfolgten am Samstag allein 2500 Sportfreunde die Entscheidungen auf der Regattabahn.

Das Interesse an der Weltmeisterschaft war trotz des anfänglich schlechten Wetters riesig - fast 3000 Zuschauer verfolgten die Wettkämpfe am zweiten Tag. Mit dem Bombenwetter seit Samstag war der Spaß natürlich noch größer. Und für die Finals gab es noch einen Zuwachs, als um Hundertstel und Tausendstel Sekunden gekämpft wurde. Die Zuschauer waren immer live dabei, die riesige Videoleinwand zeigte die Wettkämpfe hautnah. Die Fans der einzelnen Nationen feuerten ihre Sportler dabei mächtig an. Besonders eindrucksvoll waren dabei die Schweizer mit ihren großen Kuhglocken und die Finnen mit ihrem ohrenbetäubenden Getrommel.

 
Ronald Rauhe und Tim Wieskötter setzten im Zweier-Kajak am Nachmittag einen weiteren Höhepunkt für das deutsche Kanu-Team. In einem packenden Finish gegen das weißrussische Boot holte das Potsdamer Duo das nächste Gold für das DKV-Team und riss die Zuschauer von den Sitzen.
Ronald Rauhe und Tim Wieskötter setzten im Zweier-Kajak am Nachmittag einen weiteren Höhepunkt für das deutsche Kanu-Team. In einem packenden Finish gegen das weißrussische Boot holte das Potsdamer Duo das nächste Gold für das DKV-Team und riss die Zuschauer von den Sitzen.
 
Lust auf die Plaza
Besucher der Kanu-WM-Plaza erinnern sich gern an die Flanier- und Gourmet-Meile der World Games 2005 - und sie genießen die lockere Atmosphäre hinter der MSV-Arena. Natürlich auch die Musik auf den Bühnen: Zum Abschluss der WM verzaubert "Silbermond" am Sonntag das Publikum. Wenn der letzte Ton verklingt, dann hat Duisburg wieder ein großes Sportereignis und einen "Summer of Culture" erlebt.
 

Erste Tageszusammenfassung

Vierter und letzter Wettkampftag

Deutschland weiter auf Goldkurs
Drei WM-Titel auf der 200 Meter Strecke
DKV-Team im Medaillenspiegel auf Platz Eins

Der 20-jährige Jonas Ems hat heute Morgen im Einer-Kajak auf der 200 Meter-Strecke einen Start-Ziel-Sieg erpaddelt und sich seinen allerersten WM-Titel geholt. Der gebürtige Hammer - der für die KG Essen startet - legte am zweiten Finaltag der 36. Kanu-Weltmeisterschaften im ersten A-Finale des Tages für das DKV-Team vor. Jonas Ems nach seinem Gold-Rennen: "Ich habe heute Nacht zum ersten Mal richtig gut geschlafen. Man ist ja doch kaputt von den ganzen Wettkampftagen. Aber als ich heute Morgen wach geworden bin, habe ich mich richtig fit gefühlt. Nach hundert Metern habe ich gesehen, dass ich vorne liege. Bei den Außenbahnen war ich mir allerdings nicht ganz
sicher. Ich wollte nichts anbrennen lassen, es war ein super Rennen."

 
Fanny Fischer und Nicole Reinhardt im Zweier-Kajak.
Fanny Fischer und Nicole Reinhardt im Zweier-Kajak.
 
Das zweite deutsche WM-Gold am Morgen holte das Duo Fanny Fischer und Nicole Reinhardt im Zweier-Kajak. Für die 20-jährige Potsdamerin Fanny Fischer ist es der allererste WM-Titel, den sie sich vor den Augen ihrer Tante - der
Kanu-Legende Birgit Fischer - sicherte. Fanny Fischer nach dem Finalrennen: "Der Start war nicht so optimal. Das Boot lag nicht richtig. Wir haben uns aber dann auf der Strecke zusammengefunden. Wir wollen diesen Sieg als Motivation für die 500 Meter nutzen."

Der deutsche Vierer-Kajak der Damen mit Carolin Leonhardt, Conny Waßmuth, Katrin Wagner-Augustin und Maren Knebel setzte nach seinem Goldrennen direkt zu einer Ehrenrunde vor der ausverkauften Tribüne der Duisburger Regattabahn
an. Rund 6000 Zuschauer bejubelten das Quartett frenetisch, das bereits gestern Gold über 500 Meter geholt hat. Katrin Wagner-Augustin trug bei der Ehrenrunde ein Deutschland-Fähnchen, das sie sich ins Renndress gesteckt
hatte.

Die 29-jährige Potsdamerin zu ihrem insgesamt siebten WM-Titel: "Es ist schön, dass wir schon wieder Weltmeister geworden sind. Das Rennen war schon super. Die Ungarinnen zu schlagen, ist immer schön. Darüber freuen wir uns
natürlich vor allem vor heimischem Publikum."

2mal Silber für Deutschland holten außerdem der Zweier-Kajak mit Ronald Rauhe und Tim Wieskötter und der Zweier-Canadier mit Christian Gille und Tomasz Wylenzek im Boot. Der Essener Wylenzek freute sich über sein Silber.
"Die Letten sind auch super, hätten ebenfalls Zweiter werden können. Wir haben eigentlich eher mit einem dritten Platz gerechnet."

Einen bitteren vierten Platz musste Stefan Holtz im Einer-Canadier hinnehmen. Der Vorsprung des Drittplatzierten Litauers Jevgenij Shuklin auf
Holtz betrug auf der Sprintstrecke nur eine knappe halbe Sekunde.

Im Medaillenspiegel liegt das DKV-Team nach dem heutigen erfolgreichen Vormittag auf Rang 1 mit sieben Gold- und vier Silbermedaillen. Auf Platz 2 ist der ewige Konkurrent Ungarn mit 5x Gold, 2x Silber und 4x Bronze zu
finden.
 

Endspurt für die Kanu-WM: Ein "goldenes" Wochenende für Duisburg


Gold-Hoffnung Andreas Dittmer in Aktion.
 
Duisburg erwartet ein "goldenes" Wochenende zum großen Finale der Kanu-Weltmeisterschaften. Die Wetterfrösche versprechen endlich sonnige Stunden, und ab Samstag Nachmittag regnet es bis Sonntag Goldmedaillen für die Kanuten. Deutschlands Sportlerinnen und Sportler können sich große Hoffnungen auf Edelmetall machen, denn alle neun deutschen Boote sind ins Semi-Finale gekommen - mit besten Chancen. Es wird also spannend und rund um die Regatta lockt die Kanu-WM-Plaza mit tollen Konzerten und leckeren Spezialitäten im Trockenen...

Das Interesse an der Weltmeisterschaft ist trotz des schlechten Wetters bisher riesig gewesen - fast 3000 Zuschauer verfolgten die Wettkämpfe am zweiten Tag. Und für die Finals wird es noch einen Zuwachs geben, wenn um Hundertstel und Tausendstel Sekunden gekämpft wird. Die Zuschauer sind immer live dabei, die riesige Videoleinwand zeigt die Wettkämpfe hautnah. Die Fans der einzelnen Nationen feuern ihre Sportler dabei mächtig an. Besonders eindrucksvoll sind dabei die Schweizer mit ihren großen Kuhglocken und die Finnen mit ihrem ohrenbetäubenden Getrommel. Wer jetzt Appetit auf tollen Sport hat, kann noch Stehplatzkarten für die Finals ergattern.
 
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Neun deutsche Boote im Semi-Finale

Der 20-jährige Jonas Ems sorgte am zweiten Wettkampftag mit seinem Vorlaufsieg im Einer-Kajak über 500 Meter für einen gelungenen deutschen

Auftakt bei der Kanu-WM 2007. Der Essener siegte im dritten Vorlauf in 1:43.987 Minuten, der Startschuss für sein Semi-Finale fällt heute Nachmittag um 13.30 Uhr. Jonas Ems zu seinem ersten Auftritt bei der diesjährigen WM: "Da ich einige meiner Gegner nicht kannte, konnte ich mir nicht ausrechnen, wie ich zu paddeln hatte. Deshalb bin ich kein Risiko eingegangen. Es war aber nur ein Vorlauf. Für mich ist das Semi-Finale das nächste Finalrennen. Dieser Vorlauf-Sieg gibt mir Selbstbewusstsein und verschafft mir einen guten Startplatz für heute Nachmittag."

Seinen zweiten WM-Auftritt ist Olympiasieger Andreas Dittmer auf seiner "Lieblingsstrecke" 500 Meter im Einer-Canadier eher verhalten angegangen. Als Drittplatzierter seines Vorlaufs schaffte der 35-Jährige problemlos den Einzug ins heutige Semifinale (Start um 13.54 Uhr). "Mein taktisches Ziel war, nicht einen der ersten beiden Plätze zu holen. Ich wäre dann auf zu starke Gegner im Semi-Finale getroffen. Man kann sich dabei zwar leicht verschätzen, aber der dritte Platz ist schon in Ordnung. Ich gehe davon aus, dass ich im Semi-Finale voll fahren muss."

Bei den Damen hat Katrin Wagner-Augustin aus Potsdam den 2. Vorlauf im Einer-Kajak über 500 Meter als Siegerin abgeschlossen. Auch ihre stärkste Konkurrentin, die Ungarin Katalin Kovacs steht im Zwischenlauf. Die 29-jährige Wagner-Augustin startet heute Nachmittag um 14.18 Uhr im Semi-Finale. "Ich wollte den Vorlauf unbedingt gew innen, verstehe allerdings nicht, warum die anderen so hart ins Rennen gegangen sind. Es tat schon
dolle weh."

Das Duo Ronald Rauhe/Tim Wieskötter beendete den Vorlauf der Kajak-Zweier (500 Meter) als erstes Boot und tritt heute (14.42 Uhr) im Semi-Finale an.
Tim Wieskötter aus Potsdam nach dem Rennen: "Das war erst der Vorlauf. Wir sind das Rennen verhalten angegangen. Das kann dann schon noch besser werden im Semi-Finale. Es tat schon weh, weil es so früh am Morgen war."

Im Vorlauf der Canadier-Zweier (500 m) siegten Christian Gille und Tomasz Wylenzek in 1.47:645 Minuten und starten somit heute Nachmittag im Semi-Finale um 15.06 Uhr. Der Leipziger Gille stellte sich nach dem Rennen den Fragen der Journalisten: "Einmal müssen wir noch durch und das wird hart werden. Einen Tag werden wir noch brauchen, bis wir so richtig im Wettkampf drin sind."

Das Damen-Team Fanny Fischer/ Nicole Reinhardt schaffte ebenfalls den Einzug ins Semi-Finale. Stellvertretend für das Duo meinte Fanny Fischer: "Wir haben uns in der Mannschaft im Vorfeld darüber unterhalten, dass das erste Rennen immer das schwierigste ist. Bei uns ist aber alles glatt gelaufen. Wir sind gut aus dem Start gekommen, kontrollierten das Rennen, daher war alles zufrieden stellend."

Im Vorrennen der Kajak-Vierer der Herren über 500 Meter holte das DKV-Quartett Tabuev/Lindner/Zahm/Bach den zweiten Platz und qualifizierte sich damit für das Semifinale um 15.42 Uhr. Auch der Vierer-Canadier mit Nuck, Brendel, Lück und Holtz schaffte als
Vorlauf-Sieger den direkten Einzug in den Zwischenlauf (Start heute Nachmittag 16.02 Uhr).

Als neuntes und letztes deutsches Boot schaffte am Mittag auch der Canadier-Vierer der Damen über 1000 Meter mit Gesine Ruge, Friedericke Leue, Marina Schuck und Judith Hörmann den Einzug ins Semi-Finale (Start um 16.48
Uhr).

 
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Großer Medienandrang bei der Kanu-WM

Neben rund 1400 Athleten und Betreuern sind bei den
36. Weltmeisterschaften auch rund 450 Medienvertreter akkreditiert. Allein der WDR, der die Fernsehbilder von der WM-Regatta produziert und TV-Anstalten in aller Welt zur Verfügung stellt, ist mit rund 180 technischen und redaktionellen Mitarbeitern für TV und Hörfunk rund um die Wedaubahn vertreten. Außerdem berichten rund 80 Fotografen und 190 Radio, Print- und Agenturjournalisten sowie internationale TV-Vertreter aus aller Welt vom Sportevent in Duisburg. Die Journalisten sind aus 29 Nationen angereist - beispielsweise Frankreich, Weißrussland, China, Kanada, Belgien, Holland, Schweden, Norwegen, Italien und Serbien.

Das WDR Fernsehen hat die Federführung für die nationale und internationale TV-Produktion der Kanu-WM übernommen. Die Berichterstattung im deutschen Fernsehen teilen sich die ARD und das ZDF. Der finanzielle und technische
Aufwand für den WDR bei der Kanu-WM ist vergleichbar mit dem eines internationalen Fußball-Events. 12 Kilometer Kabel wurden verlegt, eine dreifache Absicherung der Stromversorgung wird gewährleistet. Zwei Übertragungseinheiten samt technischem Zubehör sind vor Ort - allein 24 Kameras hat der WDR aufgestellt.

Eine besondere Herausforderung stellen bei der TV-Übertragung der Kanu-WM
die drei verschiedenen Startpunkte 200, 500 und 1000 Meter sowie die damit verbundenen langen Kabelwege dar. Weltweit vermittelt der WDR als Mitglied der EBU (European Broadcasting Union) Kanu-Bilder an andere TV-Stationen. So
zeigen zehn Fernsehsender beispielsweise aus Ungarn, Italien und Weißrussland die WM in ihrem nationalen Programm. Insgesamt produziert der WDR 15 Stunden und 15 Minuten TV-Bilder zur weltweiten Ausstrahlung während
der Kanu-WM in Duisburg.

In Deutschland überträgt das Westdeutsche Fernsehen die Vor- und Zwischenläufe des zweiten Wettkampftages (Freitag) von 14.30 bis 16.00 Uhr.
Die Finals am Samstag zeigt die ARD Sportschau von 14 bis 15 Uhr sowie von 17 bis 17.15 Uhr. Am Sonntag präsentiert das ZDF in der Sendung "Sport extra" von 15.30 bis 17 Uhr die Kanu-Weltmeisterschaften. Für die ARD berichtet Jochen Sprentzel als Kommentator, Sabine Hartelt moderiert vom
Studio im Zielbereich der Regattabahn. Das ZDF ist mit Polus Yorck als Moderator und Norbert Galeske (Reporter) vor Ort.
 
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Die Kanu-WM startet am 8. August mit großem Eröffnungsfest auf der Plaza

Am Mittwoch, 8. August, beginnt in Duisburg die größte
Kanu-Weltmeisterschaft aller Zeiten. Auf der Plaza im Sportpark Wedau zwischen der MSV­-Arena und der Regattabahn beginnen die Titelkämpfe mit einem großen Eröffnungsfest.

 
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buntes Kulturprogramm


von links: Otto Schulte, Organisationsleiter, Henry Lehmann, Kommissionsleiter Eröffnungsfest, Jutta Stolle, Franz Haniel & Cie. GmbH, Bernhard Eichhof, Sparkasse Duisburg, Frank Jebavy, Leiter Festivalbüro und die Kanukinder Arne und Jessica von Gemeinschaftsgrundschule Böhmer Straße in Duisburg-Buchholz
 
Von 17 bis 23 Uhr können sich die Besucher der Plaza auf die vier Sporttage der Kanu-WM mit einem bunten Kulturprogramm einstimmen. Zum Eröffnungsabend gehört ein Konzert der deutschen Soul-Sängerin Joy Denalane sowie ein Trommelfeuerwerk gegen 23 Uhr.

Der offizielle Teil des Auftakts - der für 2000 geladene Gäste auf der inneren Plaza mit den 1400 Teilnehmern aus 90 Nationen, Offiziellen und Sponsoren vorgesehen ist - findet von 19 bis 20.30 Uhr statt. An der offiziellen Eröffnung nimmt auch der Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, Jürgen Rüttgers, teil. Die Besucher der Plaza können die Feier auf der Videowand der Klönnewiese mitverfolgen.

Die offiziellen Reden halten Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland, Olaf Heukrodt, Präsident des Deutschen Kanu-Verbandes, und Ulrich Feldhoff, Präsident der ICF. Den Einmarsch der Nationen begleiten Duisburger Schulkinder. Sie werden dabei selbst bemalte Boote in den Farben und mit den Motiven der Kanu-WM tragen und gemeinsam mit dem jeweiligen Fahnenträger einziehen. Die 90 Boote - hergestellt von insgesamt 46 Schulen und Vereinen - werden beim Ausmarsch auch auf der Plaza zu bestaunen sein. Am Mittwoch stellte Beate Schlömer, Lehrerin der Gemeinschaftsgrundschule Böhmer Straße, mit den beiden Schulkindern Arne und Jessica das von ihnen gestaltete Japan-Boot vor.

Otto Schulte, Organisationsleiter der Kanu-WM 2007, sieht das Eröffnungsfest als perfekten Start für den sportlichen Höhepunkt. Otto Schulte: "Wir feiern mit der Bevölkerung ein großes Fest." Henry Lehmann, Kommissionsleiter Eröffnungsfest, erhofft sich eine Initialzündung für die Titelkämpfe. Dass es bereits in der Stadt prickelt und vibriert, hat Frank Jebavy, Leiter des Festivalbüros, festgestellt. Er sieht den Auftakt als Start für das Kulturprogramm auf der Plaza, die ab dem 8. August ein hochkarätiges Kulturprogramm bietet. "Bei den World Games 2005 war die Kultur zu Gast beim Sport. Dieses Mal ist der Sport für den Eröffnungsabend zu Gast bei der Kultur. Das ist ein gutes Zeichen für die gegenseitige Unterstützung."

Das Festivalbüro steht dabei am 8. August selbst vor einer sportlichen Herausforderung: Die 2000 Stühle für die Eröffnungsfeier müssen in Rekordzeit geräumt werden, damit ab 21 Uhr Platz genug für 3000 Konzertbesucher sein wird. Auch Bilder vom Konzert sollen auf der Videowand zu sehen sein.
 
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90 Nationen und 852 Athleten

bei der Kanu-WM der Rekorde
Die Stadt Duisburg und der Deutsche Kanu-Verband freuen sich auf die größte Kanuweltmeisterschaft aller Zeiten. 90 Nationen gehen bei den 36. Rennsporttitelkämpfen an den Start, die vom 8. bis zum 12. August 2007 auf der Regattabahn im Sportpark Wedau ausgetragen werden.
 
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Adolf Sauerland (Oberbürgermeister der Stadt Duisburg), Otto Schulte (Organisationsleiter Kanu-WM 2007), Ulrich Feldhoff (Präsident der ICF) und Wolfgang Over (Generalsekretär des DKV)
 
Insgesamt werden Medaillen in 27 Disziplinen über 1000 Meter, 500 Meter und 200 Meter im Canadier-und Kajakbereich vergeben. Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland sieht in den vierten Kanu-Titelkämpfen - die nach 1979, 1987 und 1995 in Duisburg stattfinden - die Chance zu einem enormen Imagegewinn für seine Stadt. "Wir hoffen, dass diese Titelkämpfe ähnlich tiefe Spuren hinterlassen, wie die so positiv verlaufenen World Games 2005", sagte Adolf Sauerland anlässlich der Eröffnungs-Pressekonferenz am Dienstag. Der Oberbürgermeister sagte weit: "Wir heißen die Athletinnen und Athleten hier bei uns in der Sportstadt Duisburg herzlich willkommen."

Ulrich Feldhoff, Präsident der Internationalen Kanu-Föderation: "Die WM ist mit Abstand die größte, die je im Bereich der ICF stattgefunden hat. Das gilt nicht nur für die Anzahl der Nationen, sondern auch für die Zahl der Teilnehmer." Bei der 36. Kanu-Rennsport-Weltmeisterschaften gehen 852 Athletinnen und Athleten in den insgesamt 277 Rennen an den Start. Lobend äußerte sich Feldhoff über den Ausbau der Regattastrecke. Er werde weltweit auf Duisburg angesprochen und dabei immer wieder gefragt, wie weit der Ausbau vorangeschritten sei. Die Stadt Duisburg investiert insgesamt 14 Millionen Euro in die Erweiterung der Regattabahn, die bis 2008 einen Parallelkanal erhalten wird. "Ich lade alle Nationen ein, sich davon zu überzeugen, wie attraktiv diese Strecke geworden ist.

Wolfgang Over, Generalsekretär des Deutschen Kanu-Verbandes, hob bei seinem Ausblick auf die Titelkämpfe besonders auf die Olympia-Qualifikation während der WM ab. "Der DKV hat das ehrgeizige Ziel, alle zwölf Boote in den Olympischen Klassen direkt für Peking zu qualifizieren", sagte Over. Man wolle nicht den Umweg über die Qualifikation während der Kontinentalregatten nehmen. Over weiter: "Die Chancen auf Medaillen stehen gut, doch ich will dazu nicht mehr sagen, um die Mannschaft nicht unnötig unter Druck zu setzen." Das deutsche Team reist am Mittwoch an und bereitet sich derzeit noch in Ruhe im Leistungszentrum Kienbaum auf ihren Auftritt in 25 von 27 Disziplinen vor.

Organisationsleiter Otto Schulte weckte besondere Vorfreude auf das Zusammenspiel von Sport und Kultur während der 36. Titelkämpfe. Im Anschluss an die Regattatage findet in unmittelbarer Nachbarschaft auf der sogenannten KanuWM-Plaza ein attraktives Kulturprogramm mit Konzerten unter anderem von Silbermond, präsentiert von der Sparkasse Duisburg, Jan Delay und den Duisburger Philharmonikern statt. Die Plaza-Gäste haben zudem die Möglichkeit auf einer Video-Leinwand die Rennen mitzuverfolgen. Otto Schulte sagte zum Ticketverkauf: "Für Samstag und Sonntag haben wir noch Stehplätze. Sitzplatzkarten sind noch für den Donnerstag und den Freitag zu kaufen. Ab Donnerstag sind die Karten an der Regattabahn im Sportpark erhältlich."

Großes Interesse findet die WM auch bei den Prominenten aus der Welt, des Sports und der Politik: Als Ehrengäste werden erwartet: Dr. Thomas Bach, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbund, sowie den Sportfunktionär Eberhard Gienger sowie Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck. Der Ministerpräsident von NRW, Dr. Jürgen Rüttgers, wird an der Eröffnungsfeier am Mittwoch um 19 Uhr teilnehmen.

Oberbürgermeister Adolf Sauerland ging während des Pressegesprächs auf die Finanzierung der Titelkämpfe ein. Der Haushalt der WM ist abgesichert und wird auch eingehalten. Die Stadt Duisburg ist an der Finanzierung unter anderem durch Personalbeistellungen in Höhe von 250.000 Euro beteiligt. Die neue Videowand an der Bahn habe 655.000 Euro gekostet, davon trage die Stadt 458.000 Euro, die zusätzliche Kamera-Analyse-Strecke 1,66 Millionen Euro. Der städtische Anteil betrage hier 760.00 Euro.

Der Etat für die Organisation der WM liegt nach Angaben von Otto Schulte bei 1,5 Millionen Euro. Getragen wird der Etat darüber hinaus durch Sponsorenleisteinung. Als Presenting-Sponsoren engagieren sich Haniel, die Deutsche Sinalco und die Sparkasse Duisburg.